Die KG „ Närrische Nord Dürener“ feiert ihr 4 x 11-Jähriges im Haus der Stadt. Talkrunden, Musik und ein Festredner mit flinker Zunge.
Düren. Wenn sich die jecke Elf zum vierten Mal jährt, dann besteht genügend Anlass zu einem großen Fest. So hält es zumindest die Karnevalsgesellschaft (KG) Närrische Nord-Dürener, deren Gründung in diesem Jahr 44 Lenze zurückliegt. Zum Kommers im Haus der Stadt hatten die Mitglieder des Vorstandes um Präsident Professor Dr. Herbert Schmidt und den Vorsitzenden Bernd Bezani ins Haus der Stadt gebeten – und Scharen von Karnevalisten (aber nicht nur sie) aus der ganzen Kreisstadt waren gekommen, um den „Geburtagskindern" ihren Respekt zu bezeugen.
Sicherlich war dieser Festkommers nicht mal annähernd eine Sitzung wie so viele. Närrisch ging es sicher zu – da sind sich die Frauen und Männer in den Vereinsfarben Blau und Gelb auch dieses Mal wieder treu geblieben. Nur die Mittel waren halt andere. Und das machte schon Wolfgang Oelsner, bekennender Kölner und Karnevalist, von Beruf aber Psychiater, mit seinem Vortrag deutlich. Mit flinker Zunge und noch behenderen Gedankensprüngen dokumentierte der Gast vom Rhein, dass ausgeübtes Narrentum und Tiefsinn alles Andere als widersprüchliche Begriffe sind. Dem Feldkaplan der Nord-Dürener, Pfarrer Willi Lennarz, wird jedenfalls Oelsners Betrachtungen über das Feiern der tollen Tage mit dem Bewusstsein, dass damit auch der Aschermittwoch naht, nicht gerade unangenehm in den Ohreen geklungen haben.
Auch Talkrunden gehören nicht gerade zu den gängigen karnevalistischen Medien. Dennoch gab es sie, und das nicht nur einmal. So bat KG-Präsident Schmidt mit Hans Gladbach, Bernd Böhr und Peter Gülpen. Die Nord-Dürener der ersten Stunde ließe sich nicht lange bitten und kramten tief in der Schatzkiste ihrer Erinnerungen – ebenso wenig wie Vize-Bürgermeister Rainer Guthausen, Politik-Veteran Josef Vosen und Rolf Peter Hohn, Präsident des Regionalverbands Düren (RVD) im Bund Deutscher Karnevalisten (BDK) und Närrischer Ratsherr der jubilierenden KG. Auch die Alt-Dürener Lieder, die Hohns Ratsherren-Kollege Johannes Esser mit dem Orchester der Musikschule unter Leitung von Renold Quade zum Besten gab, fanden gleichfalls bis hin zum Mitschunkeln und -singen Anklang.
Berührende Momente kannte der Festkommers auch darüber hinaus – und daran hatte RVD-Chef Hohn wiederum Anteil: Er überreichte Eva Eßer und ihrem Mann Peter – sie unter anderem Mariechen-Trainerin, er bei den Wagen- und Bühnenbauern höchst aktiv (aber nicht nur) – das BDK-Ehrenzeichen in Gold. Eine Gemeinschaft sagt Danke – ein starker Augenblick einer ohnehin starken Veranstaltung. Präsident Schmidt ging übrigens auch nicht leer aus: Stellvertretend für alle Mitglieder überreicht ihm Rolf Peter Hohn eine Ehrenurkunde des RVD. (ch)
Mehr dazu im Internet: www.kg-nhd.de
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