Thomas Schröder gewinnt bei der Ginnicker Kirmes das Hahnenköppen in Ginnick
Ginnick. Bunte Fähnchen über den Straßen in Ginnick kündigen das Kirchweihfest an. Vier Tage feierten nun die Ginnecker ihre Kirmes und kürten ihren neuen Hahnenkönig Thomas Schröder. Der Höhepunkt des Festes ist das alljährliche Hahnenköppen mit anschließendem Hahnenzug durch den Ort, ein Brauchtum, das nicht nur Einheimische anlockt.
Mit verbundenen Augen geriet die Kür des Hahnkönigs am Kirmesmontag schon zur reinen Nervensache. Um die Aufgabe zu erschweren, wurden die vier Kandidaten, bevor sie schlagen durften gedreht und so gingen die Schläge mit dem stumpfen Säbel mal unter, mal drüber oder links und rechts am Korb vorbei. Dank der vielen Ginnicker Hahnenlose, musste Thomas Schröder immer wieder ran und erwarb seine Königswürde schließlich bei seinem zwölften Schlag. Er löst damit den Vorjahreskönig Bernd Koof ab.
An 15 Stationen im Ort machte der anschließende Festzug halt. Auf den Höfen luden die Familien traditionsgemäß ihren frischgebackenen und jüngsten Hahnenkönig Thomas Schröder und seine Königin Daniela Martinak zu einem Schnäpschen ein um dann gemeinsam im Festsaal des Bürgerhauses „Alte Schule" zu feiern. Mit dabei, der Ginnicker Musikverein, der eigens die Königshymne „Du bist das Land, dem ich die Treu halte" immer wieder anstimmte. Am nächsten Tag startete die Kirmes für die gesamte Familie mit der Kinderbelustigung weiter durch. Dort wurden gebastelte Kappen oder auch selbstgemachte Airbrush-Tattoos der Kinder mit Preisen prämiert. Am Abend zog das Gefolge mit dem Hahnenkönig zum Königsball in die „Alte Schule" ein.
Als dann gegen Mitternacht drei tiefe gleiche Töne der Trompete von Franz Josef Dijk erklangen, höher wurden und wieder abfielen, dann wurde es Zeit, den Kirmesonkel Zachäus mit dem Trauermarsch von Chopin aufs Feld zutragen. Sein Feuerbett beendete die erfolgreiche Kirmes in Ginnick.
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