Sat05192012

Last update11:28:12 AM

Back Sport Boxen in Düren Handballerinnen erhöhen ihre Schlagkraft

Handballerinnen erhöhen ihre Schlagkraft

Für die «Red Lions» des VFL-Langerwehe ist Boxen kein Fremdwort mehr. Auch in der kommenden Saison wollen die Handballerinnen weiter erfolgreich durchstarten getreu ihrem Vereinsmotto «Es gibt nur einen der gewinnt und das sind wir». Oberligist VfL Langerwehe zu Gast bei den Faustkämpfern Düren-Grüngürtel. Training von Reaktion und Konzentration.

Düren/Langerwehe. Dass in der ersten Vorbereitungsphase auf die neue Saison in der Handball-Oberliga auch einmal Boxhandschuhe getragen werden, findet Anna Maréen Becker, Linksaußen beim Aufsteiger VfL Langerwehe, klasse. Mit flinken Händen schlägt sie eine Serie auf den großen Boxsack.

„Jetzt weiß ich, warum die gegnerischen Torwarte vor Maréen so viel Angst haben“, ist Aufbauspielerin Katja Strick von ihrer Partnerin am Boxsack beeindruckt. Um fit für die kommenden Aufgaben zu sein, betreten die Sportlerinnen auch ungewohntes Terrain.

Bessere Beinarbeit

„Warum nicht einmal ein professionelles Boxtraining bei den Dürener Faustkämpfern?“, fragten sich die Handballerinnen. Verbessert es doch erheblich die Beinarbeit, stärkt den Schultergürtel, verbessert die Abwehrarbeit und dient zur Teamförderung, bilanziert VfL-Trainer René Schmidt. Da die Stammsporthalle während der ersten Ferienwochen nicht zur Verfügung steht, absolvieren die Sportlerinnen Laufeinheiten und Fitnesstraining außerhalb. So kamen sie auch ins Gym der Boxkämpfer.

«Im Fernsehen sieht das einfach aus», sagt Anna Maréen Becker (links). «Aber man merkt erst, wie anstrengend das ist, wenn man selbst mal geboxt hat.» Die neue Trainingseinheit lässt den Handball einen Moment in den Hintergrund rücken. Ingo Cremer, langjähriger Boxtrainer, ist der Chef im Ring. Er gibt klare Anweisungen und trifft den Ton, den man dafür braucht. Ob Situps, Liegestütze oder auch die Hampelmannübung mit je einem Kilogramm Gewicht in den Fäusten: Die Handballerinnen werden nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Nach anderthalb Stunden, in denen viel Schweiß geflossen ist, wissen die Langerweher, was sie getan haben.

„Neue Reize wie die Boxübungen sind sehr interessant. Wir müssen schnell auf den Beinen sein“, sagt Mannschaftskapitän Sonja Gillesen zu den sich immer wiederholenden Intervallübungen. Reaktion und Konzentration sind Dinge, die auch im Handball gebraucht werden. Gillesens Fazit: „Das Training ist sehr anstrengend, aber es bringt viel.“

Ihre neue Kraft können die Handballerinnen zum Saisonstart am 30. August testen. Dann warten mit dem TV Roetgen und am 6. September mit Vizemeister BTB Aachen zwei schwere Lokalderbys auf den VfL Langerwehe.

Weiter Informationen im Netz:


Handballabteilung des VfL 63 Langerwehe e.V. „Red Lions“

Training: Mo. 20:00 Uhr Halle 1 in Langerwehe
Training: Mi. 20:00 Uhr Halle 2 in Langerwehe