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Neue Naturerlebnisse mitten in der Stadt

Neue Stadtgärtnerin: Beate Steiger-Nohr bietet mit Stadtförster Rudolf Niehaus Führungen für Groß und Klein an. Die Alte Stadtgärtnerei ist restauriert. Umweltbildung an der Valencienner Straße.

Radieschen, Möhren und Salat haben bereits die ersten Kinder der Blauen Gruppe der Kita "Krümelhof" in Birkesdorf in ihrem Gemüsegarten angepflanzt. Viele weitere kleine Beete warten noch auf Kinder. Am vergangenen Samstag wurde die Alte Stadtgärtnerei an der Valencienner Straße offiziell mit informativen Filmen und Kettensägenschnitzen eröffnet.

„Was vor sieben Jahre mit einem Alptraum begann, ist nun fast fertig. Es ist ein Gelände geworden, wo sich alle richtig wohlfühlen können", so Betriebsleiter vom Dürener Service Betrieb Richard Müllejans stolz in seiner Eröffnungsrede zum zweiten Teil des Bauabschnittes der alten Stadtgärtnerei.

Bei Bernd Braun flogen beim Kettensägenschnitzen nur so die Späne um die Ohren.

Die abbruchreifen Gebäude wurden auf Drängen der Denkmalschützerin der Stadt Heike Kussinger-Stankovic restauriert. Ein Nutzungsplan des Geländes durch eine Diplomarbeit vorbereitet und vom Regierungspräsidenten in Köln mit 93.000 Euro gefördert.

Und was geschieht nun in der Stadtgärtnerei? Unter dem Motto „Staunen, erleben, aktiv sein" steht Umweltbildung für alle Kinder und Erwachsene im Kreis Düren auf dem Programm. „Hier können sich Menschen mit Seminaren, Kursen und Workshops rund um die regionale Flora und Fauna einbringen" so Richard Müllejans zum Konzept der neuen „Alten Stadtgärtnerei.

Ob Pflaumen-, Kirschbäume, reichhaltige Kräutergärten und auch Stachelbeersträucher: Es gibt viel Natur zu entdecken. „Auf meinen Führungen zeige ich, was wie wächst. Die Meisten kennen ja nur noch eine Erbse aus der Dose. Auch wie eine Kartoffelpflanze aussieht und einmal Früchte vom Johannesbeerstrauch zu naschen, ist für die Kinder neu", berichtet die neue Stadtgärtnerin Beate Steiger-Nohr über ihre Erfahrungen der ersten vierzehn Tage. Gemeinsam mit dem neuen Stadtförster Rudolf Niehaus bieten Sie Führungen rund um die regionale Natur an. So stand die erste Führungsgruppe auch staunend in dem würzig duftenden Kräutergarten. „Liebstöckel, riecht genauso, wie die Würze aus der Flasche, Oregano, das ist auf der Pizza und Lavendel findet man in den kleinen Parfümflaschen" sind die Ausführungen von Beate Steiger-Nohr.

Viele Dinge sind noch im Aufbau und einige Pflanzen müssen auch noch wachsen. So sind die Gewächshäuser noch leer, aber im Herbst / Winter sollen hier weitere Kurse und Festivitäten stattfinden.

Bernd Braun vom DSB bearbeitete hinter dem großen Gewächshaus mit seiner Kettensäge ganze Baumstämme zu Skulpturen. Kettensägenschnitzen heißt der Spaß, wo die Späne nur so durch die Gegend flogen. Aus Ahorn, Eiche, Douglasie und Robinie sind die Sitzbänke im kleinen Vorführraum gemacht. „Hier sitzt man auf regionalen Hölzern während wir unsere Filme über die Fledermäuse an der Rur oder dem Biber am Birgeler Bach zeigen" so Stadtförster Rudolf Niehaus.

Auch der dritte Traum in der alten Stadtgärtnerei soll nun zügig angepackt werden. „Wir haben die Idee, die bestehende alte Lagerhalle im Stile der einstigen Veranstaltungshalle im Stadtpark des alten Dürens neu entstehen zu lassen", so Richard Müllejans. Es sollen dann demnächst auf der neuen Bühne Kleinkunst und kleinere Konzerte für bis zu 200 Besucher stattfinden.

Geöffnet ist die alte Stadtgärtnerei von Mo. bis Fr. Tag von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr und nach Absprache. Ansprechpartnerin beim DSB ist Beate Steiger-Nohr telefonisch zu erreichen unter (02421) 66782 und per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Ein paar geschichtliche Daten zur alten Stadtgärtnerei, an der Valenciennerstraße:

Eines der letzten Gewächshäuser seiner Art in Deutschland, ist das nun restaurierte zentrale Gebäude der alten Stadtgärtnerei. Erbaut wurde es 1902.

Vor dem 2. Weltkrieg war auf dem Gelände ein botanischer Garten beheimatet, danach wurden die Gewächshäuser von der Stadt genutzt. In ihnen wuchsen die Blumen für die Stadtdekoration. Vor zehn Jahren wurde das aus Kostengründen aufgegeben.