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Pfarre Gey: Nah und fern die Not lindern

Bereits zum vierten Mal kann Pfarrer Georg Neuenhofer und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Gey Kathi Becker (von links) einen Scheck in Höhe von 1000 Euro aus dem Erlös des Parrfestes an Ulrich Wieser, Geschäftsführer Nobert Schoeller und Sigrid Heetkamp von InVia übereichen. Foto: nikoEine sehr erfreuliche Nachricht gab es jetzt für das Café Lichtblick von InVia: Das Cafe für Bedürftige Menschen in der Friedrichstraße 11 erhält eine Spende über 1.000.- Euro aus dem Erlös des Pfarrgemeindefestes in Gey-Straß.

Der Termin am dritten Wochenende im September in Gey ist für immer mehr Menschen ein willkommener Anlass einen Ausflug in die Eifelgemeinde zu machen. Alle Ortsvereine und viele freiwillige Helfer machen dann beim Pfarrfest mit. Es ist ein Fest für die ganze Familie mit zivilen Preisen und vielen Aktionen. Nicht nur das hervorragende Wetter sondern auch die großzügigen Kuchenspenden, die große Verlosung, frisch Gegrilltes von den Alten Herren des Fußballclubs Gey, die Waffelbude des Heimat- und Verkehrsverein Gey-Straß, die Wurfbude unter der Regie der Hubertusschützen und der Renner: die berühmten Geyer Reibekuchen aus über drei Zentnern frisch geschälten Kartoffeln des Kirchenchores haben in diesem Jahr zu einem Reinerlös des Festes von 6.400 Euro geführt.

„Hiermit können wir nun den Innenanstrich unserer Kirche angehen und unser Pfarrheim weiter unterhalten. Aber wir wollen auch die Not in der weiten Welt und vor unserer eigenen Haustür lindern helfen", beschreibt Pfarrer Georg Neuenhofer aus Gey die Motivation für die Hilfe bei der Scheckübergabe an den Stellvertretenden Vorsitzenden von InVia Ulrich Wiesser im Café Lichtblick. „Wir freuen uns über die großzügige Spende.", ist Ulrich Wieser dankbar. Gibt doch diese finanzielle Unterstützung wieder ein wenig mehr Planungssicherheit für die Arbeit und lässt InVia hoffen, das Café Lichtblick auch weiter aufrechtzuerhalten.

„Gerade das gute Ergebnis unseres Festes ist ein Zeichen des guten Miteinanders im Ort. Ohne die Hilfe aller Ortsvereine und den vielen Helfern würde uns das nicht gelingen," so die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Kathi Becker. Weitere 1.000 Euro aus dem Erlös des Pfarrgemeindefestes geht nach La Pas / Bolivien zur Unterstützung der Arbeit mit Straßenkindern von Pfarrer Josef Neuenhofer.

Das Café Lichtblick – Tagestreff nicht nur für sozial schwache und wohnungslose Menschen

Seit dem Oktober 2002 gibt es das Café Lichtblick in der Friedrichstraße 11 in Düren. Entstanden ist es aus den Erfahrungen aus der Notübernachtung für Obdachlose. „Wir mussten dringend eine Möglichkeit schaffen, dass bedürftige Menschen einen Ort bekommen, wo sie eine Tasse Kaffee oder ein günstiges Mittagessen bekommen können" beschreibt der stellvertretender Vorsitzender von In Via Düren Ulrich Wieser die Entstehungsgeschichte des Cafés. Nächstenliebe, ein wenig Wärme und Geborgenheit sind die Trümpfe mit denen das Café aufwarten kann. Hier finden sozial benachteiligte und wohnungslose Menschen immer einen Ansprechpartner mit denen sie ihre Situation besprechen können.

Das Frühstück mit Kaffee und Brot oder Brötchen gibt es bereits für einen Euro. „Wer mehr geben möchte, kann es gerne tun" so Sigrid Heetkamp vom Cafe Lichtblick. Zu den weiteren Serviceleistungen des Café zählen zwei Waschmaschinen um einmal die Wäsche zu waschen und für die Menschen, die nicht die Notunterkunft nutzten, stehen Duschen zur Verfügung.

„Wir kümmern uns um die Menschen, deren Lebensweg anders gelaufen ist, als geplant. Viele Menschen mögen es nicht, einfach nur Geld in den Hut zu werfen. Die Befürchtung, dass diese direkt wieder in Alkohol investiert wird, ist groß" so Ulrich Weiser. Wer trotzdem den bedürftigen Menschen helfen will, kann es mit speziellen Gutscheinen für ein Essen im Cafe Lichtblick tun. Erhältlich sind diese Gutscheine in den Innenstadtpfarreien und im Bürgerbüro der Stadt Düren.

Für das Café Lichtblick gibt es keine Planungssicherheit. Zwar unterstützt die Stadt Düren die Einrichtung mit jährlich 5.000 Euro. Die restlichen Kosten aus Miete, festangestellten Mitarbeitern, Energie und die täglichen über 50 Essen müssen aus freiwilligen Spenden erzielt werden.

Öffnungszeiten:

montags - freitags von 8:45 bis 14:45 Uhr

samstags von 9:00 bis 12:00 Uhr

von September bis April ist auch

sonntags von 09:00 - 12:00 Uhr geöffnet

Weitere Informationen im Netz: http://www.invia-dn.de/

Straßenkinderprojekt in La Pas / Bolivien

Pfarrer Josef Neuenhofer ist seit 1993 in La Pas / Bolivien tätig. Vom dortigen Bischof hat er den Auftrag erhalten, sich um die vielen Straßenkinder zu kümmern. Um die Arbeit auf nachhaltige Beine zu stellen hat er die Stiftung Arco-Iris gegründet. Unter ihrem Dach gibt es einige Internate, wo Mädchen, die bisher auf der Straße gelebt haben, eine Unterkunft finden. Für Jungen gibt es entsprechende Einrichtung. Mit Geldern aus der EU konnte sogar ein Krankenhaus realisiert werden, dass mittlerweile zum besten Krankenhaus der der Stadt La Pas zählt.

Mehr über diese Projekt gibt es im Netz: http://www.arco-iris.de