Mit poetischen Bildern an den einstigen Präses der rheinischen Landeskirche Peter Beier erinnert. Der Duisburger Theologe, Publizist und Kabarettist Okko Herlyn gestaltete im Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren mit weiteren Mitstreitern die Lesungen aus Texten Peter Beiers zu dessen 15. Todestag.
Düren. Das Reden über Gott und das Sprechen von seiner Welt: Sie wurden eines, und das in einer dichterischen Sprache. Diesen Eindruck hinterließ die musikalische Lesung im Saal der Evangelischen Gemeinde, zu der Pfarrer Dirk Siedler eine Vielzahl von Freunden und Bewunderern des vor 15 Jahren gestorbenen Dürener Superintendenten und späteren Präses der rheinischen Landeskirche sowie seine Witwe Rosemarie willkommen hieß. Auch Beiers Nachfolger im Amt des Superintendenten, Jens Sannig, hatte im Saal Platz genommen.
Um der an poetischen Bildern und Ideen reichen Sprache der Predigten und Gedichte des Verstorbenen beizukommen, hatten die Organisatoren und Gestalter des Abends ein experimentelles Arrangement gewählt: Derweil der Posaunist Peter Paul Heinen hoch oben im Raum von einer Treppe herab sein improvisatorisches bis geräuschhaftes Spiel entfaltete, bezogen die vier Sprecher Okko Herlyn, Hartmut Herlyn, Irina Scholten und Hans-Joachim Barkenings auf vier nach Art der altrömischen Rostra aufgeständerten Rednerbühnen über die Köpfe ihrer Zuhörer erhoben Position. Das verlieh Natur und Inhalt von Beiers religiös-politischen Reden gestalthaft Ausdruck: vom Göttlichen handelnd und doch unter den Menschen angekommen.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die von dem Seelsorger und Kirchenführer angesprochenen Themen – seien es die Schrecken der Nazi-Diktatur, eine Welt im Krieg oder das Sichreiben an religiösen Lehrsätzen – nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Auch Peter Beiers Gedichte vermögen heute noch die, die sie hören, zu berühren. Denn für seine Freunde in Düren ist dieser In seinen Worten lebt Peter Beier weiteicht tot – in seinen Worten lebt er für sie weiter.
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