In Üdingen erinnert seit gestern der „Pfarrer-Dörenkamp-Platz" an den vor acht Monaten verstorbenen katholischen Geistlichen
Üdingen. „Er hat uns geprägt". Schlicht und einfach benannte Pfarrer Walter Hütten, was so viele Üdinger Bürger am Donnerstagmorgen auf dem neuen Pfarrer-Dörenkamp-Platz schräg gegenüber des Kindergartens an der Dorfstraße zusammengeführt hatte. Viele, viele Menschen waren zur Einweihung des schmuck hergerichteten Areals gekommen, darunter auch Ortsvorsteher Manfred Stoffels und der Kreuzauer Bürgermeister Walter Ramm sowie dessen Vertreter Walter Stolz.
Ans Herz gewachsen
Dabei hatte das Gelingen des Festaktes lange Zeit Spitz auf Knopf gestanden: Erst am Vortag war das offizielle Straßenschild für den Platz eingetroffen. Sonst und sowieso aber ließen die an der Feier Beteiligten spüren, wie sehr ihnen der am 25. März 2011 – 23 Tage vor seinem 80. Geburtstag – verstorbene Pfarrer ans Herz gewachsen war. Von der Verbundenheit der Dorfbewohner – aus ihren Reihen war der Vorschlag zur Benennung des Platzes an den Ortsvorsteher herangetragen worden; der daraus erwachsene Antrag wurde am 11. Mai im Kreuzauer Rat verabschiedet – war in der fröhlichen Stunde viel in den Gesprächen der Versammelten zu spüren.
Der gleiche Geist sprach auch aus der Rede von Bürgermeister Ramm, der daran erinnerte, dass Dörenkamp am 28. Mai 2002 vom Kreuzauer Rat zum „verdienten Bürger" ernannt wurde: „Wenn es sein musste, gab er sein letztes Hemd her", rühmte er die freigebige Nächstenliebe des Seelsorgers der Gemeinden in Winden, Üdingen und Leversbach. Außerdem rühmte der Rathaus-Chef die praktischen Talente des allseits beliebten Priesters: „Mann kann sagen: Er war der Handwerker Gottes." Dieses Können habe Dörenkamp, langjähriger Religionslehrer am Dürener Burgau-Gymnasium, nicht nur in der reich ausgestatteten Werkstatt daheim, sondern nicht zuletzt im Üdinger Gotteshaus am Bahnhof der Rurtalbahn nutzbar gemacht.
In Wort und Tat
Pfarrer Hütten freute sich in seiner Rede mit Blick auf die Gäste aus den anderen von Dörenkamp betreuten Kirchen: „Es sind ja nicht nur Üdinger hier." Das Wirken des Verstorben sei vorbildlich gewesen: „Gerd Dörenkamp hat den Glauben in Wort und Tat gelebt." Der nach ihm benannte Platz solle Ort des Gedenkens sein, so Hütten weiter: „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie hier oft von Pfarrer Dörenkamp sprechen würden."
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