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„Schlaglöcher nur notdürftig zugestopft“

Bemängeln den Zustand des Ruruferradwegs: Verena Schloemer und Bruno Voß von den Dürener Grünen.Die Dürener Grünen kritisieren den Zustand des Ruruferradwegs. Der Kreis soll handeln.

Langsam werden die Temperaturen angenehmer. Die Natur ruft und immer mehr Menschen, zieht es für eine Tour, an den Ruruferradweg. Von Heimbach bis nach Linnich und weiter darüber hinaus ist er, das touristische Aushängeschild des Kreises Düren. „Auf den Straßen Dürens ist es für Fahrradfahrer nicht ohne. Stress und Aggressivität begegnet man hier überall“, gibt Verena Schloemer ihren gefühlten Eindruck wieder. Dies wird auch durch die Unfallstatistiken aufgrund des rasant anwachsenden Individual- und Schwerlastverkehrs belegt.

So nutzen immer mehr Menschen den Weg an der Rur in den frühen Morgenstunden, um schnell und sicher zur Arbeit oder zur Schule zu gelangen. Besonders wird er am Wochenende von Familien, Kindern und Erholungssuchende sehr gut angenommen.

„Die Kommunen haben kein Geld und deshalb werden, die langen Schlaglöcher mit allem, was noch im Bauhof vorhanden ist, notdürftig zugestopft“, beschreibt die bekennende Radfahrerin und Fraktionsvorsitzende der Bündnis 90 / Die Grüne Verena Schloemer ganz pragmatisch den schlechten bis desolaten Zustand des Radweges nach den Überschwemmungen im Frühjahr. Manchmal dient Sand oder Kies bis hin zu richtigen Brocken als Füllmaterial. „Das führt besonders bei Gegenverkehr dazu, das man den Ruruferweg einfach nicht sicher befahren kann. Bremsen und ausweichen ist dann Glückssache. Es ist dann einfach nur ein Frage der Zeit, wann man auf die Nase fliegt“, so Schloemer.

Für die Sicherheit der Radwege ist jede Kommune selbst zuständig im Rahmen ihrer Haushaltsmittel. „Es gibt zurzeit keinen gemeinsamen Entwicklungsplan und es sind auch keine Mittel für die Sanierung und Instandhaltung vorgesehen“, benennt Stellvertreter Bruno Voß die Flickschusterei in der Umsetzung. Voß fordert den Kreis Düren auf, als Moderator, die kommunale Gesamtverantwortung hierfür zu übernehmen. Mithilfe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, entsprechende Mittel im Haushalt und weiteren Fördermittel soll endlich der Ruruferradwanderweg ordentlich und einheitlich saniert.

„Anstatt irgendwelche uralten Pläne für Straßen, wie die K29 zur alten Mülldeponie, auszubuddeln, sollten vielmehr die Gelder hier an der Rur sinnvoll investiert werden“, schlägt Schloemer vor.

Auch sei das politische Klima in der Stadt in den letzten zwölf Jahren „Pro Individualverkehr“. „Parkhäuser sind aus dem Boden gestampft worden zur Sicherung der Kaufkraft und man hat überhaupt nichts dafür getan, das die Schüler und Schülerinnen mit dem Fahrrad sicher zur Schule fahren können. So lange das in Düren noch so gefährlich ist, haben auch einige Eltern auch nicht die Lust ihre Kinder fahren zu lassen,“ zieht Verena Schloemer ihr Fazit.

 

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„Wenn es auf der Seite, keine Begrenzungen gibt und man unvermittelt einen überwachsenden Graben vor sich hat, dann ist das gefährlich“, demonstrieren Verena Schloemer und Bruno Voß von den Bündnis 90/Die Grünen eindrucksvoll am Ruruferradweg.

 

Bild Einfach nur loser Kies. „Da wird bremsen zur Glückssache“, ist Verena Schloemer und Bruno Voß von den Bündnis 90/Die Grünen besorgt über den Zustand des Ruruferradweges.