Sie soll für Bürger und Vereine erhalten bleiben. Aber lediglich 30 Demonstranten folgen Protestaufruf. Flugblätter an alle Haushalte verteilt.
Birkesdorf. Die Festhalle Birkesdorf ist ein traditionelles Haus hier im Ort, und es muss für die Bürger und Vereine erhalten bleiben. So lautet die Kernforderung von Linken-Sprecher Niko Theodoridis. Die Stadtratsfraktion hatte alle Birkesdorfer Bürger mit einem Flyer aufgefordert, gemeinsam für den Erhalt und gegen einen Verkauf der Birkesdorfer Festhalle zu protestieren. Rund 30 Demonstranten waren dem Aufruf gefolgt.
Anlass der Protestaktion ist das Bemühen der Stadt, die Festhalle zu veräußern. Jetzt wurde ein Pachtvertrag als Übergangslösung zum 1. Mai für drei Monate mit dem neuen Pächter Ali Akbas abgeschlossen. Der türkische Geschäftsmann ist auch als neuer Eigentümer im Gespräch.
Notwendige Sanierungen zum Erhalt der Festhalle blieben in der Vergangenheit seitens der Stadt aus. „Drei Monate, was ist das für eine Pacht“, befürchtet Niko Theodoridis, dass künftig für Vereine kein Platz mehr in der Halle ist. Er ist mehr als erstaunt über das Verhalten der Stadt und fürchtet für die Festhalle das gleiche unheilvolle Schicksal wie bei der Stadthalle in Düren.
Die Aufschriften auf den Schildern der Demonstranten machten die Forderungen an den Bürgermeister deutlich: „Birkesdorfer haben ein Recht auf ein Bürgerhaus“ und „Für die Bürger und Vereine muss die Festhalle bezahlbar sein“ war darauf zu lesen. „Sicher wird es in Zukunft mehr kommerzielle Veranstaltungen mit viel Lärm und Problemen hier geben“, ist auch Anwohnerin Trude Taetz besorgt, dass „die Festhalle weniger ein Haus für Vereine sein wird“.
Das Konzept des neuen Pächters ist für die Linke mehr als unklar. Sie verweisen auf die Festhalle in Stolberg, die der neue Pächter ebenfalls gekauft hat. Ob der neue Eigentümer die Festhalle Birkesdorf wirklich sanieren wird, darüber gebe es keine Informationen.
In der Vergangenheit war die Festhalle Birkesdorf das ganze Jahr über ein zentraler Ort zahlreicher Veranstaltungen und Treffpunkt der Menschen aus Birkesdorf. Nach Aussage von Niko Theodoridis habe die letzten Veranstaltungen in der Festhalle Birkesdorf im Karneval gegeben. „9000 Einwohner in Birkesdorf haben es verdient, ein eigenes Bürgerhaus zu haben. Mit dem Verkauf wird der größte Stadtteils Dürens bestraft. Wir werden dagegen kämpfen und sagen Nein zu dieser Privatisierung. Die Festhalle soll für die Birkesdorfer Bürger und Vereine erhalten bleiben,“ verlangt der Fraktionsvorsitzende Niko Theodoridis.
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