Kammer für die Region Aachen stellt die Eckdaten der wirtschaftlichen Entwicklung vor. Ganz vorne rangieren die Betriebe des gewerblichen Bedarfs.
Kreis Düren. Ralf Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, hatte eine frohe Botschaft mitgebracht. „Der Konjunktur-Aufschwung ist voll im Kreis Dürenangekommen“, verkündete er in der Kreuzauer Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Rureifel. Mit deren Hauptgeschäftsführer Uwe Günther stellte Barkey die Eckdaten zur wirtschaftlichen Entwicklung im Winter 2010/2011 vor.
Der Gast aus Aachen konnte jedenfalls seinen Enthusiasmus kaum zurückhalten und bettete seine Sicht der regionalen Entwicklung in großräumigere Trends ein: „Der Aufholprozess nach der Finanzkrise setzt sich unvermindert fort.“ Vor allem aber: „Die Erfolgsstory Handwerk geht weiter.“ „83 Prozent der Betriebe bewerteten schließlich ihre geschäftliche Entwicklung im zurückliegenden Winter als gut oder zumindest befriedigend“, fügte er mit Blick auf den Trend im Kreis Düren (die Rureifeler Kreishandwerkerschaft deckt außerdem noch den Kreis Euskirchen ab) hinzu.
Ganz oben auf der Zufriedenheitsskala rangieren Barkey und Günther zufolge Betriebe aus dem Bereich des gewerblichen Bedarfs. 94 Prozent der Elektromaschinenbauer, Feinwerkmechaniker, Metall- und der Kälteanlagenbauer signalisierten bei den zugrundeliegenden Umfragen zu 94 Prozent eine guten oder zufriedenstellenden Gang ihrer Geschäfte. Über dem Durchschnitt liegt den Interessenvertretern des Handwerks zufolge auch die Entwicklung im Nahrungsmittelbereich (zum Beispiel bei Bäckern und Metzgern) und auf dem Gesundheitssektor (Optiker, Zahntechniker, Hörgeräteakustiker und Orthopädiemechaniker). Schlechter ist die Lage hingegen im KFZ-Bereich sowie bei den so genannten personenbezogenen Dienstleistern, zu denen unter anderem Friseure, Kosmetikerinnen und Textilreiniger zählen.
Problem: Facharbeitermangel
Mögen Einnahmen und Auftragslage der Handwerker im Kreis Düren Barkey und Günther zufrieden stellen – Problemen sehen sie trotz alledem. Vor allem mangelt es an neuen Facharbeitern, an Nachwuchs. Barkey prophezeit deshalb: „Wir stehen vor einem Wettbewerb um die besten Köpfe.“ Das Handwerk begegnet der Herausforderung durch eine breit gefächerte Strategie. So gilt den Betriebsinhabern ein Tipp: „Wir empfehlen, mehr Nachwuchskräfte auszubilden und ältere Beschäftigte länger zu halten“, so der Aachener Hauptgeschäftsführer. Des Weiteren, so Ralf Barkey, soll die Zusammenarbeit mit den Hauptschulen im Kreisgebiete forciert werden. Verstärkt sollen deshalb Handwerker im jugendlichen Alter ins Klassenzimmer kommen, um durch Gespräche und Informationen auf gleicher Augenhöhe die jungen Leute im Unterricht in ihrem Beruf zu begeistern.
Mehr dazu im Internet: www.kreishandwerkerschaft.org
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