Podium des Medizin-Forums befasst sich mit den Themen Notfallmedizin und Wiederbelebung. Ärzte betonen die Bedeutung der Ersthelfer.
Düren. Ein großes Maß an Kompetenz demonstrierten die Fachleute vom Krankenhaus Düren beim jüngsten Medizin-Forum mit dem Titel „Alles um die Wiederbelebung“, dass das Hospital an der Roonstraße zusammen mit der AOK ausrichtete. Thema des überaus gut besuchten Abends war ein Thema, das im wahrsten Sinne besonders die Intensivmediziner des Hauses in letzter Konsequenz fordert: Der Notfallmedizin galt die ganze Aufmerksamkeit der Experten auf dem Podium, wo unter der Moderation von Dr. Kirsten Oelbracht (Leiterin der Notaufnahme) Internisten und Anästhesisten Platz genommen hatten.
Barbara Feykens von der AOK Düren-Jülich gab zu Beginn des Forums dessen Motto aus: „Angst überwinden“ - darauf komme es nicht nur an diesem Abend an. Tröstliche Fakten über den Umgang mit der Rettung von Menschenleben in der Kreisstadt und ihrer Umgebung hatte sie auch parat: „Mit Mini-Defibrillatoren“, die vielfach in Rathäusern sowie Kreditinstituten zu finden sind und helfen, das Herz wieder auf Touren zu bringen, „sind wir hier ganz gut ausgestattet.“
Notfall-Expertin Dr. Oelbracht hatte beim Forum ein Doppeltes zu leisten: Sie übernahm nicht nur die Moderation, sondern machte mit ihrem Vortrag – wie schon Barbara Feykens – den zuhörenden Menschen Mut. Wie ein Erste Hilfe Leistender den Kopf eines Menschen in Not überstrecken muss, um ihn anschließend wieder beleben zu können: Das alles und noch mehr erfuhr das Publikum von ihr. Mit sehr viel Humor würzte ihr Kollege Oliver Zorn, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis und Leitender Oberarzt der Notaufnahme im Krankenhaus, sein Referat. Zentrale Botschaft des bekennenden Müncheners („Aber ich bin kein Fußballfan“): „Was Sie tun können, ist leicht.“
Einen ähnlichen Grundton schlug im Verlauf des mehr als zweistündigen Abends der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Dr. Hermann Roth, an, der sich über die Diagnose des plötzlichen Herzstillstands äußerte, an und verband seine Worte mit einem Aufruf, die Unsicherheit im Angesicht eines Notfalls zu überwinden: „Alles hat nur dann einen Wert, wenn jemand in den ersten Minuten handelt.“ Sein Leitender Oberarzt Dr. Ingo Zillessen präsentierte die Möglichkeiten eines im Operationssaal eingesetzten Herzschrittmachers und beantwortete gleich die Frage: „Gibt es ein lebenswertes Leben nach dem Eingriff?“ Da gibt es für Zillessen keine Bedenken: „Im Grunde können Sie alles machen wie vorher.“ Anästhesist Dr. Sebastian Dunger schließlich, der die Gäste des Medizin-Forums mit dem Gang der Dinge auf der Intensivstation bekannt machte, betätigte sich wiederum als Mutmacher und appellierte an die Zuhörer, im Ernstfall Erste Hilfe zu leisten: „Man kann nichts verkehrt machen, rief der „Dürener Jung“ aus. Das Wichtigste sei leicht getan – zum Beispiel: „Setzen Sie einen Notruf ab.“ Selbst wer keinen einschlägigen Kurs absolviert habe, werde von den Mitarbeitern der Leitstelle über Telefon dazu angeleitet, die ersten, Leben rettende Schritte zu tun.
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