Jahresdienstversammlung der Heimbacher Feuerwehr. Einige Einsatzfahrzeuge kommen in ein stattliches Alter.
Heimbach. Unter den Feuerwehrleuten von Heimbach und den zugehörigen Orten herrscht derzeit eine Stimmung fast wie an Weihnachten. Denn schon am Samstag, 16. Juli, soll das neue Domizil für die Kernstadt und Hasenfeld am Edeka-Markt auf Schönblick oberhalb des Bahnhofs eröffnet werden. Und für Herbst oder Winter ist die Eröffnung des Vlattener Gerätehauses an der Jugendhalle geplant. Das alles und noch mehr stand im Mittelpunkt der Jahresdienstversammlung, zu der Stadtbrandmeister Hans-Georg Valder ins Haus des Gastes eingeladen hatte.
Zufriedenheit, aber keine Wunschlosigkeit: So etwa könnte die Essenz von Valders Rede lauten. Den Chef der Wehr stimmte vor allem ein Umstand froh: „Sehr erfreulich ist, dass trotz der vielfältig angebotenen Freizeitmöglichkeiten die Feuerwehr derzeit keine Nachwuchssorgen haben muss." Und weiter: „Die Zahl von 34 Jugendfeuerwehrmädchen und -jungen spricht hier für sich." Doch keine Rose ohne Dornen: „Einige Fahrzeuge kommen in ein stattliches Alter", merkte Heimbachs erster Mann der Spritze an. So sei das Fahrzeug der Löschgruppe Vlatten nicht nur recht betagt, sondern habe darüber hinaus Rost angesetzt. Ersatz sei hier fürs kommende Jahr geplant. Insgesamt vier Fahrzeuge stünden schon 20 Jahre und länger im Einsatz. Valder forderte gerade angesichts der Ratsmitglieder unter seinen Zuhörern Konsequenzen: „Hier sollte in Kürze ein Maßnahmenplan erstellt werden – sonst wird die Feuerwehr der Stadt Heimbach in einigen Jahren vor großen Problemen im Fahrzeugbereich stehen."
Im statistischen Bereich notierte der Stadtbrandmeister 87 Einsätze (16 mehr als 2009) mit 737 Einsatzstunden, die von 107 (2009: 104) Feuerwehrmännern und -.frauen der fünf Löschgruppen (Heimbach, Hergarten, Hausen, Blens und Vlatten) im vergangenen Jahr geleistet wurden. 4156 weitere Stunden fielen außerdem im Bereich von Aus- und Fortbildung an. Besonders hob der Wehrleiter überdies den starken persönlichen Einsatz hervor, mit dem seine Kameradinnen und Kameraden derzeit in Vlatten ihr neues Quartier in eigener Regie errichten.
Ein dickes Extralob ernteten Valders hoch motivierte Truppe selbstredend auch von Bürgermeister Bert Züll: „In Heimbach wird ehrenamtliches Engagement schon immer groß geschrieben", stellte der Christdemokrat fest. Vom Allgemeinen kam Züll rasch aufs Spezielle: „Verantwortungsbewusstsein, Einsatzbereitschaft und uneigennütziger Dienst am Nächsten gehören zu den Leitmotiven unserer Heimbacher Feuerwehrfrauen und -männer." Im aktuellen gesellschaftlichen Klima gleiche dieser Wesenszug einem Alleinstellungsmerkmal, denn: „Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dass Menschen ihre Freizeit uneigennützig dem Wohle der Allgemeinheit opfern." Ein weiteres Dankeschön gab es für den Dienst bei Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen wie den Konzerten im Zuge des Kammermusikfestivals „Spannungen" sowie den Martins- und Karnevalsumzügen.
Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram blieb es vorbehalten, in seiner Ansprache ein weiteres unverwechselbares Charakteristikum der Floriansjünger aus dem Rureifeler Städtchen und den Dörfern ringsum zu benennen: „Wenn man übers Jahr von der Heimbacher Feuerwehr hört, ist es immer etwas Innovatives", führte der Kreuzauer aus.
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Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden bei der Jahresdienstversammlung der Heimbacher Feuerwehr im Haus des Gastes geehrt: Manfred von Abercron, Hubertus von Abercron, Peter Bertram, Mario Thiesen und Detlef Gabriel-Jürgens.
Befördert wurden: zum Oberfeuerwehrmann beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau: Tom Güster, Dominik Lemme, Sabine Schwarz und Thomas Bartel, zum Brandmeister Volker Salentin und zum Unterbrandmeister Sebastian Cremer. Zum Jugendwart der Löschgruppe Blens wurde Tom Güster ernannt, zu seinem Stellvertreter Karsten Knipprath. Ein ausdrückliches Lob für Güsters Vorgänger Theo Latz gab es bei dessen Ehrung durch Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Kirschbaum: „Seine Art, Jugendliche zu motivieren,war einmalig", lobte ihn der Hürtgenwalder.



