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Ein Bautrupp der ungewöhnlichen Art

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Strom- und Wasserleitungen liegen im Graben, fachgerecht verlegt von Stadtwerkechef Heinrich Klocke (auf der Leiter) und weiteren Führungskräften der Stadtwerke. Foto: nikoSWD-Spitze packt auf dem Abenteuerspielplatz an

Düren. Anpacken hieß es für neun Führungskräfte der Stadtwerke Düren auf dem Abenteuerspielplatz an der Heinrich-Dauer-Straße. „Wir sind unserem Ziel, den Abenteuerspielplatz neu aufzubauen, wieder ein Stückchen näher gekommen", war Berthold Becker vom Jugendamt Düren sichtlich begeistert vom Einsatz des außergewöhnlichen Bautrupps. Erst vor kurzem wurde der Rohbau des Gemeinschaftshauses fertiggestellt. Jetzt mussten noch die Strom- und Wasserleitungen von der Straße angeschlossen werden, um das neue Aufenthaltszentrum auch richtig nutzen zu können. Das übernahmen SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke und weitere Führungskräfte höchstpersönlich und unentgeltlich.

Bild Strom- und Wasserleitungen liegen im Graben. Fachgerecht verlegt Stadtwerkechef Heinrich Klocke (links) mit seiner Abteilungsleiterin für IT-Systheme Maria Eschweiler das Trassenband. Die beiden folgen dem Abteilungsleiter Netze Volker Diekemper, der mit dem „Frosch" den losen Sand verdichtet. Foto: nikoGetreu der Unternehmensphilosophie „Für dich – für Düren" ließen sie zuvor einen kleinen Bagger anrollen. Ein 25 m langer und 80 cm tiefer Graben musste ausgehoben werden. Dann kam der Einsatz des Führungstrupps. „Stromerdkabel und Wasserleitung wurden ordnungsmäßig verlegt. Dann wurde mit viel Spucke und Muskelkraft und Schubkarren, die ganze Strecke wieder mit Sand zugeschüttet", erklärt der Bereichsleiter für Technik Cord Meyer das Bauvorhaben. Natürlich musste noch das Trassenband zur Markierung der Leitung vorher rein und der Sand immer wieder mit dem Stampfer verdichtet werden. „Es macht einfach vielmehr Spaß, mal mit anzupacken und nicht nur ein paar hundert Euro in die Hand zu nehmen", ist Stadtwerkechef Heinrich Klocke froh, sich und sein Team mit den eigenen Händen Arbeit in das Projekt einbringen zu können. Für die Stadtwerkeköpfe war dieser Einsatz eine Premiere. „Wir wollen das aber zukünftig öfter machen", verspricht Klocke. Die Idee, statt eines Betriebsausfluges, einen außergewöhnlichen Arbeitstag zu machen und damit der Gesellschaft zu helfen ist für Deutschland eigentlich neu.

„In Amerika kennt man den Begriff einer „Selbsthelfenden Bürgerschaft". Nicht jeder hat die Möglichkeit, Geld zu spenden. Viele möchten aber Zeit spenden. Die Stadtwerke haben heute beides gemacht", bedankte sich der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Thomas Floßdorf für die schnelle und unbürokratische Hilfe.

Die nächsten Bauabschnitte suchen noch weitere Unterstützer. Damit nach dem Brand vor vier Jahren, der Abenteuerspielplatz endlich wieder zu seiner alten Stärke zurückkommt.