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Donnerstag ist Veggietag in Düren

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Die beiden Maskottchen der Aktion Veggietag Wolf Linus Schiffbauer und das Rotkäppchen Sarah Franzen machen mit den Organisatoren (von links) Christoph Horst und Jürgen Plinz und Initiatorin Gabi Zepplin Lust auf einen fleischfreien Donnerstag in Düren. Foto: nikoAls erste Stadt in NRW schließt sich Düren dem fleischlosen Tag an.

Am 14. Juli gibt es den ersten „vegetarischen Donnerstag" in Düren. Als die erste Stadt in NRW schließt sich Düren dem Aktionstag an. An jeden Donnerstag soll fortan Vegetarisches auf dem Mittagstisch stehen und auf tierische Nahrung verzichtet werden. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern vielmehr durch Informationen und Beispiele, wollen die Initiatoren der Aktion „Donnerstag ist Veggietag" die Menschen überzeugen, ihre Ernährungsgewohnheiten für einen Tag in der Woche umzustellen.

„Wir möchten das Düren auch zu den Städten gehört, an dem ein fleischfreier Wochentag zur Selbstverständlichkeit wird", ruft die Tierschützerin Gabi Zepplin zum Mitmachen auf. Eine interessante Idee ist mit dem Veggietag 2009 im belgischen Gent entstanden. Der Hintergrund dabei ist, dass es niemandem schaden könnte, auch einem eingefleischten Fleischesser nicht, mal einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten. Seitdem findet er begeisterte Freunde auf der ganzen Welt. In Deutschland startete die Sensibilisierungskampagne für den Tierschutz in Bremen. „Die Menschen sollen sich fragen, was auf ihrem Teller liegt. Dieser Tag hilft den Schweinen und Kühen bei der Haltung, Schlachtung und Tiertransporten sehr viel Leid zu ersparen", so die ehemalige Lehrerin und überzeugte Vegetarierin. Gerade Kinder müssen lernen, dass Fleisch nicht an Bäumen wächst oder fertig aus der Tiefkühltruhe kommt.

Seit zwei Monaten gibt es in der Kantine der Anne-Frank-Gesamtschule bereits Vegetarisches auf der Donnertagskarte. Die Kita Arnoldsweiler, das St. Marienhospital, zahlreiche Organisatoren und Firmen machen bei der Dürener Aktion mit. Bei zahlreichen Restaurants in Düren gibt es eine spezielle Karte mit vegetarischen Gerichten. „Vegetarische Buritos, Chillie Geschnetzeltes mit Wildreis oder Kartoffelauflauf mit verschiedenen Bohnensorten ist einfach nur lecker" macht Jürgen Plinz vom Tierschutzverein Düren und Mitorganisator des „Veggietages" auch gleich Lust, den grünen Teller donnerstags zur Gewohnheit werden zu lassen.

Was kann man eigentlich bei Discountern, Lebensmittelgeschäften und Reformhäusern für Vegetarische Produkte kaufen? Auskunft darüber, wie man sich alternativ, preisbewusst und gesund ernähren kann, gibt ein regionaler Einkaufsführer. Diesen, weitere nützliche Tipps und das Buch zur deutschlandweiten Kampagne „Donnerstag ist Veggietag" gibt es am Donnerstag, den 14. Juli, ab 11 Uhr am Info-Stand vor dem Bürgerbüro auf dem Dürener Wochenmarkt. Zudem wird es ein Showkochen geben. Dabei warten jede Menge Anregungen auf die Dürener, die sich vom vegetarischen Essen anstecken lassen möchten.

„Wenn wir weniger Fleisch essen, müssen weniger Tiere geschlachtet werden. Für mich hat es bereits viel gebracht. Ich benötige weniger Tabletten zur Senkung der Cholersterinwerte", so Jürgen Plinz.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es auf ihrer Seite im Netz.

Bild: Die beiden Maskottchen der Aktion Veggietag Wolf Linus Schiffbauer und das Rotkäppchen Sarah Franzen machen mit den Organisatoren (von links) Christoph Horst und Jürgen Plinz und Initiatorin Gabi Zepplin Lust auf einen fleischfreien Donnerstag in Düren. Foto: niko

Fleischlos glücklich

140 Millionen Nutztiere werden durch den Veggietag nicht mehr in Deutschland benötigt sagen die Initiatoren vom Veggietag. Damit würde man über zwei Millionen Tonnen Getreide deutschlandweit im Jahr bei der Verfütterung eingespart werden. Machen alle Dürener mit, werden 6.000 Schweine weniger geschlachtet.

Rund 18 Prozent der treibhauswirksamen Gase verursacht der Fleischkonsum im Jahr -und damit mehr als der weltweite Verkehrssektor zusammengerechnet, wie eine Studie der Vereinten Nationen ergeben hat. Würde jeder Deutsche nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten, könnten so jährlich Klimagase von 6 Millionen Autos eingespart werden.

Ein Kilogramm Fleisch ist in der Herstellung so schädlich, wie 250 km Auto fahren. Außerdem werden für diese Menge ca. 50m² Regenwald vernichtet.

1,2 Kilogramm Fleisch konsumiert jeder Bundesbürger pro Woche. Maximal die Hälfte empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Zuviel Fleisch kann nachweislich zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs führen.