1314 Tänzerinnen und Tänzer kämpfen um Fahrkarten nach Oberhausen
Düren. In der Dürener Kreisarena mussten die Teilnehmer am Wochenende beim Norddeutschen Halbfinale ihre Leistungen kurzfristrig von Null auf Hundert abrufen. Zu Spagat, Radschlagen und jede Menge Schrittfolgen gehören aber auch immer ein freundliches Lächeln und ein Haufen Make-up. Für die 1314 Tänzerinnen und Tänzer ging es in Düren um die Qualifikation für das Finale der Deutschen Meisterschaft im karnevalistischen Tanzsport eine Woche später, die der Bund Deutscher Karneval alljährlich ausrichtet.
„Wir fahren nach Oberhausen„ freut sich Tanzmariechen Nina Bonn von den „Wendene Seempött“ nach ihrem ausdrucksstarken Tanz. Gefühlte 20 kleine Teddys flogen dem 1,30 m großen Wirbelwind nach ihrem Vortrag auf die Bühne zu.
Dann die Wertung der sieben Juroren: 89 dann 92, Nina machte unter tosendem Applaus eines fachkundigen Publikums auf den vollbesetzten Hallenrängen erneut atemberaubende Luftsprünge und am Ende waren es ganze 457 Punkte für die Achtjährige.
Damit stand sie gleich zweimal auf dem Siegerpodest. Einmal als frischgebackene Norddeutsche Meisterin bei den Jugend-Tanzmariechen und als Vize mit ihrem Bruder Nico bei den Tanzpaaren. „Ich tanze für mein Leben gern“, so Nina Bonn selbstbewusst. Als zweijährige begann sie bereits mit dem Sport und was sie am Samstag an Perfektion auf der großen Bühne zeigte, konnte niemand beim Turnier überbieten.
„Im letzten Jahr habe ich noch knapp die Qualifikation geschafft, doch in diesem Jahr konnte ich einen großen Sprung von über 20 Punkten nach vorne machen“, ist Nina Bonn zufrieden mit ihrer Leistung. Ihr Geheimnis ist das Gesamtpaket aus Musikauswahl mit dem atemberaubenden Tempo von 160 Schlägen pro Minute, der ausgeklügelten und stimmigen Choreografie ihrer Trainerin Christiane Dederichs, die mit Leichtigkeit vertanzten zahlreichen akrobatischen Elementen und ihre Ausdrucksstärke. Ihr Tanz ist die Umsetzung von Lebensfreude pur in Bewegung.
Aber Nina lässt auch ihren Bruder beim Paartanz einfach nur gut aussehen. „Nico ist erst seit acht Monaten dabei. Die beiden haben viel Talent und zeigen große sportliche Disziplin beim Training. Der zweite Platz bei den Tanzpaaren im ersten Jahr ist großartig“. freut sich Trainerin Jaqueline Dederichs mit ihren Schützlingen.
Wahres Mammutprogramm
Die Verantwortlichen des RVD hatten beim Halbfinale Nord ein wahres Mammutprogramm zu bewältigen. Insgesamt standen an dem Wochenende 164 Auftritte und damit verbunden nahezu 20 Stunden Tanzsport auf dem Programm.
Von den 28 Teilnehmern des RVD konnten sich insgesamt 21 für das Finale in Oberhausen qualifizieren. Weiterer Bericht hier.
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