BDK-Turnier in der Kreis Arena Düren ist zugleich Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. 1314 Tanzsportler aus 59 Vereinen gehen an den Start.
Düren. 1314 karnevalistische Tanzsportler aus 59 Vereinen kämpfen am kommenden Wochenende in Düren um die begehrten Tickets für das Finale der Deutschen Meisterschaft des Bundes Deutscher Karneval (BDK) eine Woche später in Oberhausen. Von Samstag bis Sonntag, steigt in der Arena Kreis Düren das Halbfinale Nord. Zeitgleich findet das Halbfinale Süd in Trier statt.
„Wir werden an den beiden Tagen 165 hervorragende Tänze in allen Disziplinen sehen. Besonders glücklich bin ich, dass 28 Solisten und Garden aus unserem Verbandsgebiet die Qualifikation geschafft haben“, freut sich Turnierleiter Wino Ulhas vom RVD auf das Tanzspektakel der Extraklasse. Vor vier Jahren besichtigten Ulhas und Verbandspräsident Rolf Peter Hohn noch die im Rohbau befindliche Kreis-Arena und bewarben sich in Saarbrücken beim BDK für die Ausrichtung. Zwei Monate später bekam das Tanzsportzentrum an der Rur mit über 5000 aktiven Tänzern erstmalig in der Dürener Geschichte den Zuschlag für das Turnier.
Bei den Aktiven in Düren steigt momentan die Fieberkurve enorm an. „Ich bin froh beim Halbfinale dabei zu sein“, sagt Mandy Eilers von der KG Fidelio Niederzier. Als Tanzmariechen tritt sie mit vier weiteren aus Düren in der stärksten Disziplin des RVD bei den Aktiven an. „Mandy hat Luft für zwei Tänze hintereinander. Mit Leichtigkeit überzeugt sie bei ihren sauberen und exakten akrobatischen freien Elementen und sie hat den unbedingten Willen zum Siegen“, beschreibt Trainerin Tanja Hilgers ihren Schützling.
Dreimal die Woche trainieren die Sportler mehrere Stunden für den großen Auftritt. Choreografien werden individuell nach den Stärken der Tänzer einstudiert, am ästhetischen Ausdruck wird gearbeitet und immer wieder gibt es Kraft- und Konditionstraining.
{xtypo_quote} Bei mir gibt es keine Pause für das Tanzmariechen
Tim Ulhas über seine Tanzpartnerin {/xtypo_quote}
Aber die Sportler müssen neben den sportlichen Leistungen auch künstlerisch kreativ sein. Ballett und Theatererfahrungen sind dabei hilfreich. „Wir haben uns eine besondere Traumgeschichte ausgedacht. Es geht um einen Mann, der seinen Spiegel zerbrach und folglich jede Menge Pech hat, aber von Feen wieder das Glück erfährt“, erzählt der dreifache Deutsche Meister André Everhartz, Trainer der Schautanzgruppe Shooting Stars aus Eschweiler über Feld. Sie waren schon dreimal beim Halbfinale dabei, hatten sich aber bisher noch nie fürs Finale qualifiziert.
„Bei mir gibt es keine Pause für das Tanzmariechen“, unterstreicht Tim Ulhas seine Ambitionen auf eine Fahrkarte nach Oberhausen. Vor allem lobt er die gute Sprungkraft für Hebungen, die hohe Schwierigkeitsstufe und das gleiche Tanzniveau, die er mit seiner Tanzpartnerin Kerstin Steckenborn als Aktiven-Tanzpaar für die KG Löstige Ostdürener erreicht.
„Hier in Düren sind wir ein Team und helfen uns gegenseitig. Schließlich gilt es die Fahne des RVD hoch zu halten“, beschreibt Tänzerin Bettina Scharfen von den Shooting Stars die Stimmung vor dem Turnier und Kerstin Steckenborn ergänzt: „Wino ist unser Teamchef. Er gibt dir das Gefühl, als ob eine ganze Armee hinter dir steht, gibt Tipps für Verbesserungen, motiviert und verbreitet einfach nur gute Stimmung“.
Im Schautanz „Das Glück bevorzugt Träumer“ der Shooting Stars der KG Ahle Hoot Eschweiler über Feld geht es um einen Mann, der seinen Spiegel zerbricht und folglich sieben Jahre Pech hat. Er verliert seinen Job und seine Freundin macht einfach Schluß. Da trinkt er sich einen und schläft ein. Im Traum erscheinen ihm liebe Feen, die ihn wieder Selbstvertrauen geben und das Glück zeigen. Diese Geschichte stammt aus der Feder von dem Trainer der Schautanzgruppe "Shooting Stars" André Everhartz. Sie hoffen im Halbfinale auch etwas Glück zu haben und unter den ersten sieben zu kommen um die lang ersehnte Fahrkarte nach Oberhausen zu ergattern.
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Drei Fragen an
„Ein enormer Leistungsdruck“
Wino Ulhas Turnierleiter und Deutschen Meister im karnevalistischen Tanz
Mit einer 12-monatigen Vorbereitungszeit haben Wino Ulhas und sein Team unermüdlich die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Halbfinalturnier des Bundes des Deutschen Karnevals geschaffen. Über 5000 Besucher werden an den beiden Tagen zum Turnier in die Kreis Düren Arena an der Nippesstraße strömen und tolle sportliche Höchstleitungen sehen.
Was erwartet den Besucher beim Turnier?
Ulhas: Dass wir das Turnier durchführen dürfen, ist für unseren Verband eine Ehre und zeigt, dass der Bund Deutscher Karneval in uns großes Vertrauen setzt. Das Halbfinale ist etwas, das man in dieser komprimierten Form in Düren noch nicht erlebt hat: sportliche Klasse gepaart mit Ästhetik, einfallsreichen Choreografien und attraktiven Kostümen. Ob Gardetänzerinnen in ihrem Gleichklang, unsere Tanzmariechen in der Königsdisziplin oder die Schautanzformationen mit den originell getanzten Geschichten, es wird eine wahre Augenweide.
Wie sehen sie die Chancen der Dürener Starter?
Ulhas: Der Leistungsdruck an der Spitze ist schon enorm. Die karnevalistischen Tanzsportler müssen bis zur Grenze ihrer Leistungskraft gehen. Während der Süden bei den Tanzgarden die Nase vorn hat, punkten wir im Norden mit unseren Solisten. Oft trennen nur 20 Wertungspunkte den ersten vom 7. Platz und das ist fast nichts. Im letzten Jahr konnte die Hälfte unserer Starter zum Finale fahren. Ich hoffe, das wir in diesem Jahr ein, zwei oder drei Fahrkarten mehr lösen können, dann mache ich große Luftsprünge.
Welche Vorbereitungen waren nötig?
Ulhas: Wir hatten alle Hände voll zu tun. Wir müssen für eine erhöhte Stabilität der Bühne sorgen. Schließlich springen und laufen darauf mitunter über 32 Tänzer gleichzeitig. Turnierärzte und Sanitäter mussten gewonnen, die Jury eingeladen und untergebracht werden und weitere wichtige Kleinigkeiten. Dank unserem Sponsor der Sparkasse Düren und über 95 ehrenamtlichen Helfern können wir dies alles stemmen.
Weitere Bilder von den Vorbereitungen
28 Tänzer und Gruppen gehen beim BDK-Halbfinale in Düren an den Start
Jugendtanzpaare: Nina und Nico Bonn (KG Wendene Seempött) und Amal Bounab und Sascha Carstens (KG Löstige Ostdürener).
Jugendgarden: 1. BKG Grieläächer (Birkesdorf), Schwerfe bliev Schwerfe (Schwerfen) und die KG Löwengarde (Eschweiler).
Jugendmariechen: Isabelle Weyermann und Nina Bonn (beide KG Wendene Seempött)
Jugendschautanz: 1.BKG Grieläächer (Birkesdorf) mit „Auf der Blumenwiese ist was los“.
Juniorentanzpaar: Katharina Hüttel und Sven Bednorz (KG Kick ens Rölsdorf) und Kimberly Schmitz und Steffen Engels (KG Löwengarde Eschweiler).
Juniorengarde: KG Schwerfe bliev Schwerfe (Schwerfen) und die KG Löwengarde (Eschweiler)
Juniorenmariechen: Michelle Weyermann, (KG Wendene Seempött)
Juniorenschautanz: 1. BKG Grieläächer Birkesdorf mit „In der Bücherei“.
Gemischte Garde: Schwerfe bliev Schwerfe (Schwerfen) und die KG Löwengarde (Eschweiler).
Aktivengarde: Schwerfe bliev Schwerfe (Schwerfen)
Aktivenpaare: Kerstin Steckenborn, Tim Ulhas (KG Löstige Ostdürener), Jasmin Simons, Mirko Boilek (1.BKG Grieläächer Birkesdorf), Laura Mohr, Marcel Schröder (KG Jüzzenije Plüme) und Saskia Fischer, Stefan Trauer (KG Schwerfe bliev Schwerfe, Schwerfen).
Aktivenmariechen: Christina Reinartz (Löstige Kings, Merken), Mandy Eilers (KG Fidelio Niederzier), Laura Mohr (KG Jüzzenije Plüme), Maria Eßer (Löstige Dötzje Thum) und Sabrina Lellmann (Silber-Gold Düren)
Aktivenschautanz: KG Kick ens Rölsdorf mit „Bahnhof der Gefühle“ und KG Ahle Hoot Eschweiler über Feld mit „Das Glück bevorzugt Träumer“.
Für das Finale in Oberhausen qualifizieren sich im Norden und Süden jeweils die besten 5 bei der Jugend, 6 bei den Junioren und 7 bei den Älteren. Hinzu kommen noch die letztjährigen Deutschen Meister. Beginn des Halbfinales ist an beiden Tagen ab 9 Uhr.
{xtypo_info} Beginn der Veranstaltung ist an beiden Tagen ab 9.00 Uhr. {/xtypo_info}
Weitere Infos über die Norddeutsche Meisterschaft erhalten Sie über die Internet-Seite: www.norddeutschemeisterschaft2009.de
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