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Theaterkritiken Dürener Theatervorstellungen

Ein ungewöhnlicher, intensiver Blick auf das Thema Demenz Drucken
Theater
Freitag, den 28. Mai 2010 um 14:19 Uhr

Ein großer Abend: Petra Afonin gastierte in der Niederzierer Wohnanlage Sophienhof mit ihrem Programm „Ich bin es noch“ zum Thema „Demenz“. Foto: HahnMit „ Ich bin es noch“ hält Petra Afonin die Zuschauer zwei Stunden in Atem

Niederzier. Fast zwei Stunden lang sind die Menschen im Saal der Wohnanlage Sophienhof völlig still. Senioren, Angehörige und Pflegekräfte geben kaum einen Mucks von sich. Gebannt schauen sie auf die Bühne, wo – von der Begleitung am Klavier einmal abgesehen – eine einzige Frau das Geschehen bestimmt: Es ist die Schauspielerin Petra Afonin, die hier mit ihrem selbst geschriebenen und recherchierten Programm „Ich bin es noch“ mit Liedern und Szenen zum Thema „Demenz“ gastiert. Mehr als 100 Minuten gibt sie dem Leben und Leiden von an Alzheimer erkrankten Menschen Stimme, Blicke, Gesten und mehr. Es ist wahrlich ein ungewöhnlicher Abend – und keiner von der Sorte, an der nur jemand vom Podium herab das hoch verehrte Publikum bespaßt.

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Ein optimaler Cocktail aus Gesang, Tanz und Maskerade Drucken
Theater
Dienstag, den 04. Mai 2010 um 18:19 Uhr
Szenen aus dem Musical „Jekyll & Hyde" gehörten zu den Höhepunkten von „Bohemiens Reloaded" im Haus der Stadt zu Düren. Foto: HahnWenn die Musical-Formation Bohemiens auftreten, weht Magie ins Publikum hinüber. Best-Of-Mix aus 33 Jahren im Haus der Stadt.

Düren. Besucher des Broadway und der Kultur-Boulevards der gMetropolen könnten in Düren ziemlich neidisch geworden sein: Drive, Pep, Rhythmus und anderes mehr, um das sich die Bühnen nicht immer gleichermaßen erfolgreich mühen – das alles und noch mehr präsentierten die derzeit 13 aktiven Mitglieder der Musical-Formation „Bohemien" im Haus der Stadt. In ihrer Show „Bohemien Reloaded" präsentierten die Sänger, Tänzer und Entertainer aus der Kreisstadt das Beste aus den 33 Jahren, in denen es ihre Gruppe schon gibt – sehr zum Vergnügen das Publikums, das sich bei beiden Vorstellungen das Mitsummen, -singen und -swingen nicht nehmen ließ.

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Ein Schuss Charme und eine Prise Erotik Drucken
Theater
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 11:39 Uhr

Turbulente Komödie mit vielen Akteuren: Joan Shirleys Komödie „Kein Sex, kein Mord – aber eine Leiche“ (hier eine Szene mit – von links nach rechts – Beatrice Kaps-Zurmahr, Britta Kohlhaas, Heinz Drenker, Meike Gottschalk, Olaf Böhnert und Christina Knebel) amüsierte das Publikum im Haus der Stadt zu Düren. Foto: Christoph HahnIrrungen, Wirrungen: Boulevardkomödie „Kein Sex, kein Mord – aber eine Leiche“ überzeugt mit gediegener Unterhaltung

Düren. „Kein Sex, kein Mord – aber eine Leiche“: Das Stück hielt, was der Titel verspricht. Eine turbulente Handlung auf der Bühne, eine phasenweise verzwickte Handlung und eine Prise Erotik: Die Boulevardkomödie von Joan Shirley bot im Haus der Stadt Dürener und anderen Fans der Komödie gediegene Unterhaltung.

Das Ensemble, das die auf Stücke dieser Art spezialisierte Direktion Höckmann auf die Reise in die Kreisstadt geschickt hatte, erwies sich jedenfalls als im Boulevard-Metier ziemlich sattelfest. Heinz Drenker spielt den liebenswerten Lebenskünstler Bernie Anderson mit einem gehörigen Schuss Hallodri-Charme.

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Riesige Bäume wirbeln um Gretel Drucken
Theater
Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 10:24 Uhr

Voller Spielfreude: Lenka Liebling (links) und José Bernardo Cuba Mariaca spielen die Titelrollen in der Ballettversion von Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“. Foto: Deutsche TanzkompanieDie Deutsche Tanzkompanie begeistert mit Märchenstück im Haus der Stadt

Düren. Es war kein Weihnachtsmärchen – und dennoch lag ein Zauber über der Bühne im Haus der Stadt. Mitgebracht hat diese Magie die Deutsche Tanzkompanie, die jetzt zum wiederholten Mal in Düren gastierte. Im Gepäck der Truppe aus dem mecklenburgischen Städtchen Neustrelitz: eine Ballettversion der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“, zu der die Musik quasi als Konserve eingespielt wurde.

Die Künstler, deren Haus im Untertitel „Stiftung für traditionellen Tanz“ heißt, wussten ihre alten wie jungen Zuschauer von Anfang durch fulminante Bilder von großem Zuschnitt und einleuchtender Kraft zu begeistern. Dass dem so war, hat in der Tat etwas mit den im Untertitel beschworenen Traditionen zu tun: Hier wird kaum etwas verfremdet.

So entsteht in der Inszenierung und Choreographie von Eva Brehme-Solacolu ein Grad an Erkennbarkeit von Figuren und Szenerien, die besonders den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Kinder Rechnung trägt.

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Mit Charme, Sex-Appeal, Witz und Klappbühne Drucken
Theater
Dienstag, den 12. Mai 2009 um 21:53 Uhr

Sweet Sue (Brigitte Bauma), Jerry/Daphne (Jan Felski), Joe/Josephine (Markus Hottgenroth) Fotonachweis: Landestheater/HörnschemeyerLandestheater zeigt „Sugar“ im Haus der Stadt

Düren. Wer Billy Wilders Hollywood-Klassiker „Manche mögen's heiß“ von 1958 mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon, Tony Curtis und anderen Leinwand-Größen kennt, kennt damit im Grunde auch den Grundstock zu Jule Stynes 1972 uraufgeführtem Musical „Sugar“. In einer Inszenierung des Landestheaters Detmold war dieses durchaus charmante und amüsante Stück nun im Dürener Haus der Stadt zu sehen.

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