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Caesar weist Läufern auf der Blutstrecke den Weg Drucken
Sport und Ehrungen
Donnerstag, den 31. August 2006 um 00:00 Uhr
Endlich mit 2:02:06 ist Lara Klaasen vom STB Landgraaf im Ziel. 465 Athleten starten beim 5. Berglauf „Monte Sophia“ über 28,5 Kilometer oder 9,2 Kilometer. Strapazen werden durch die Schönheiten der Strecke gemildert. Die letzten drei Kilometer sind die schlimmsten.

Niederzier. 465 Läufer trafen sich am Wochenende am Weihberg am Niederzierer Sportplatz zum 5. Berglauf „Monte Sophia“ des TV 1885 Huchem Stammeln. 28,5 Kilometer lagen vor ihnen, bergauf, bergab. Wem diese Strecke über die Sophienhöhe zu anspruchsvoll war, konnte die abgespecktere Version laufen, den „Montelino“ über 9,2 km. Die Strapazen des Laufes wurden den Athleten mit den Schönheiten der Strecke versüßt: Über 100 verschiedenen Baum- und Straucharten und noch mehr Heidekräutern wachsen auf der Sophienhöhe. Vorbei am Muffelwildgehege und am reichlich vorhandenen Dammwild eilten die Athleten.

Über 90 aktive Helfer versorgen die Läufer an den Verpflegungspunkten mit Wasser und isotonischen Getränken.

Natürlich sind auch Bananen, Müsliriegel und Lebkuchen vorhanden, um die nötigen Kalorien für den Lauf aufzufüllen, der mit so mancher anstrengenden Stelle aufwartete.

Der erste Haltepunkt war die Verpflegestation 3 an der Rodelbahn, ein kleiner und gemeiner Anstieg. Die Läufer nahmen dankend die bereitliegenden Erfrischungen und Energiespendern und weiter ging es auf die „Blutstrecke“: ein vier Kilometer langer Anstieg zum höchsten Punkt der Sophienhöhe, dem Römerturm. Hier erwartetet die Läufer ein besonderer Gag des Vereins.

Caesar weißt den Weg zum Ziel. Konrad Vilvo hatte vor vier Jahren die Idee, die Läufer nach 20,5 km und 75 Minuten bergauf als Julius Cäsar zu begrüßen und den Wendepunkt des Laufes anzuzeigen. Von hier geht es nur noch bergab. „Wenn man die Strecke nicht kennt, ist sie schwer einzuteilen“, so Hermann Ulrich, Dritter des Laufs, „ das mit dem Cäsar ist ein toller Gag.“ „Für mich sind die Bergabschnitte nicht so schwierig gewesen. Aber was reinhaut, sind die letzten flachen drei Kilometer bis zum Ziel“, fasste Rene Cremers, der Sieger mit 1:46:49 Stunden, seine Eindrücke zusammen. Er lief die zweit schnellste Zeit der letzten fünf Jahren gelaufen.

Ein besonderes Paar gab es bei diesem bei diesem Lauf auch zu entdecken: Jean Herpers, im letzten Jahr Sieger, in diesem Jahr Vierter, und seine Freundin Lara Klaasen, Siegerin bei den Frauen mit einer Zeit von 2:02:06. Sie trafen sich vor vier Jahren bei einem Berglauf in den belgischen Bergen und sind seitdem gemeinsam erfolgreich bei jedem Berglauf dabei. Auch für Lara Klaasen ist der Monte-Sophia-Lauf eine besondere Strecke: „Insbesondere die sogenannte Blutstrecke hat es in sich.“ Die älteste Teilnehmerin (Jahrgang 1941) war im Übrigen mit Platz 130 und einer Zeit von 2:24:40 Stunden Helga Miketta vom Birkesdorfer TV.

Der älteste Teilnehmer Pol Defays vom SC Bütgenbach Jahrgang 1929 erreichte Platz 366 mit einer Zeit von 2:58:29 Stunden.

Die Crew an der Verpfegungsstelle hält alles bereit für die Läufer.

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