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Poker im Parkhotel

Der ist auch Hotelportier Kasimir ganz perplex: Willibert Dick, Hannes Nieveler und Sandra Johnen (von links) brachte zusammen mit den anderen Darstellern in der Langerweher Kulturhalle die Komödie „Poker im Parkhotel" ganz bravourös über die Bühne. Foto: HahnLangerweher Schützen begeistern mit Theaterstück

Langerwehe. Immer wieder, so gegen Mitte Januar, naht das Patronatsfest der St.-Sebastianus-Schützen und mit ihm der Festabend in der Kulturhalle. Wichtigster Bestandteil des Festabends: die Aufführung einer Komödie durch die Theatergruppe der Bruderschaft. Der Titel des Stückes,das in diesem Jahr auf die Bühne kam, versprach Eleganz und Spannung: „Poker im Parkhotel" von Wilfried Reinehr erwies sich auf jeden Fall als klassische Verwechslungskomödie, bei dem ein pointen- und effektsicher aufspielendes Ensemble für viele Lacher sorgte.

Die „Spaßgarantie", von der die Autoren des Prospektes zur Aufführung versprochen haben, wurde von Regisseur Achim Ronig und seiner munteren Schar mehr als einmal eingelöst. Die Einwohner von Langerwehe und anderen Ortschaften ließen sich von der Garantie in Scharen anlocken. Am Premierenabend gab es an den Tischen in der Kulturhalle nicht einen freien Platz mehr. Muntere Boulevardkomödien wie „Poker im Parkhotel", turbulent in der Handlung und mit vielen Gags gewürzt, erweisen sich immer noch als gefragt und werden, wie in Langerwehe, gerne in Gesellschaft genossen – denn Lachen steckt an.

Davon jedenfalls war bei der Premiere viel zu spüren. Das muntere Hin und Her um verliebte junge Leute, einen fremdgehenden Vater, den Zocker Peter Poppelmann und – nicht zu vergessen – den Empfangschef Kasimir bot viel Amüsement, zumal die größtenteils schon über Jahre hinweg erprobten Darsteller ihr ganzes Können in die Zeichnung der handelnde Figuren und das Platzieren der Pointen legten. Rita Salentin als verliebtes Zimmermädchen Maxi Müller, René Stolz in der Rolle ihres heimlichen Verlobten Julius Klappich, Willibert Dick als Portier Kasimir und Markus Kaiser (Franz Pummelkopp) investieren in ihre Rollen viel Herz und Humor. Ein Gleiches gilt für Hannes Nieveler und Sandra Johnen alias Vater Karl Klappich und Sekretärin Clotilde Ehrlich, die in der Hoffnung auf ein Schäferstündchen im Park-Hotel einkehren, Hedwig Stolz als ihrem Mann hinterher spionierende Gattin Mathilde Klappich sowie für Holger Plate, der seinem Zocker Peter Poppelmann nicht nur vordergründige, sondern auch hintergründig-ironische Akzente mitgibt.

Viel Sorgfalt haben die Gestalter auch aufs Bühnenbild verwendet. Und so wie ganz nebenbei ist auch auf der Wand für einen augenzwinkernden Effekt gesorgt: Schützenmeister Horst Deselaers gab es bei der Premiere gleich zwei Mal: im Saal und auf einem Porträt in der Hotellobby.