Nideggen. Es war ein mühsamer Weg hoch zur guten Stube des Kreises Düren auf Burg Nideggen. Aber es hat sich gelohnt. Anlässlich des 50. Todestages von Bertholt Brecht veranstaltete der Kreis Düren eine Hommage mit dem Titel „Denn wie man sich bettet, so liegt man“ mit Almut Grytzmann unter der Regie von Horst Meister, meisterhaft am Klavier begleitet von Gregor Pronobis.
„Schreiben Sie, dass ich unbequem war und es auch nach meinem Tod zu bleiben gedenke. Es gibt auch dann noch gewisse Möglichkeiten.“ Diese Zeilen schrieb Bertholt Brecht als seinen Nachruf.
Das Bühnenbild: Ein übergroßes Poster des Autors Berthold Brecht, ein Tisch mit zwei Stühlen. Auf dem Tisch eine Auswahl von Büchern des Gründers des „Epischen Theaters“ und ein Kassettenrekorder. Am Rand ein einfaches Klavier. Spätestens als Almut Grytzmann, gelernte klassische Tänzerin, Schauspielerin und Diseuse, auf die Bühne trat, machte Sie den über 70 Zuschauern klar, „es kommt auf die Worte an. Es ist unbedingt erforderlich, das Sie mich klar und deutlich verstehen.“ Und schon verstand man die Absicht von Bertholt Brecht. Er wollte ein analytisches Theater zum Hinterfragen und Nachdenken.



