Besinnlicher Advent in St. Katharina.
Wenau. Es war ein Fest vor dem Fest: Gemeinsam mit den Cembalisten Theo Palm und Josef Eich zelebrierten Streicher der Solisti Aquensis sowie die Flötistin Marjolein de Wit den Wohlklang des Barock. Der künstlerische Glanz der gespielten Werke von Bach, Vivaldi und Marais fand seine nachgerade ideale Entsprechung im historischen Ambiente der Klosterkirche St. Katharina zu Wenau, deren Freundeskreises auch dieses Konzert ausgerichtet hatte.
Von Ortspfarrer Heinz Portz willkommen geheißen, führte Bachs C-Dur-Konzert für zwei Cembali die zahlreichen Zuhörer in die Stimmung des frühen Abends hinein. Fein perlten die silbrigen Akkorde der zwei Tasteninstrumente in den altehrwürdigen Raum des Gotteshauses hinein, verwoben sich spannungsvoll mit einander und bildeten mit dem Spiel der Streicher ein harmonisches Ganzes.
Diese Überstimmung des Inneren mit dem Äußeren, der Musik mit dem sie einhüllenden Gebäude war es auch, die den Rest dieses als „besinnlicher Adventsabend" angekündigten Konzertes bestimmten. Beispielhaft steht hierfür die von der Flötistin sensibel und poetisch herausgestellte Vogelstimmen-Thematik von Vivaldis Konzert „Il Cardellino" („Der Distelfink"), ihre Interpretation von Marais'' Variationen über „Les Folies d'Espagne", eine der am meisten bearbeiteten Kompositionen des Barock oder das zweite Bach-Konzert für zwei Cembali.
Keineswegs fehlte es im Programm an einem klaren Querverweis zum Kirchenjahr. Bachs Vorspiel zum Adventslied „Wachet auf, ruft uns die Stimme", einem der so genannten Schübler-Choräle, erinnerte die Zuhörer zum Abschluss an den geistlichen Gehalt der Zeit vor Weihnachten.
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