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Kabarett in Düren

Und noch ein Gedicht: Humor, der Generationen verbindet

Als wäre Heinz Erhardt wieder auferstanden: Mit „Noch 'n Gedicht", einer Collage aus Versen und Szenen, feierte Thorsten Hamer (mit Brille) bei seinem Gastspiel im Haus der Stadt zu Düren einen Triumph. Foto: Hahn

Thorsten Hamer überzeugt als Heinz Erhardt mit Versen und Szenen. Die Pointen setzt er eben so sicher wie sein Vorbild. Figur behutsam modernisiert.

Düren. Heinz Erhardt vollbringt noch lange Zeit nach seinem Tode Wunder. 1909 geboren und 1979 verstorben, bringt der Witz des Komikers selbst Menschen zum Lachen, die ihn zu seinen Lebzeiten (noch) nicht erlebt haben. Das war jetzt beim Gastspiel der Landebühne Rheinland-Pfalz im Schlosstheater Neuwied mit der Revue „Noch 'n Gedicht" deutlich zu sehen: Mit der Generation der Mütter und Väter saßen auch Kinder und Enkel im fast ganz ausverkauften Saal.

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Bejubelter Kabarettist und Diakon zugleich

Clown, Diakon und Weiser in einer Person: Willibert Pauels, der „fromme Jeck" aus dem Oberbergischen, begeisterte sein Publikum im Gaus der Stadt zu Düren. Foto: Michael SchoofsDer „Bergische Jong" Willibert Pauels begeistert das Dürener Publikum im Haus der Stadt. In seinem Programm macht er auch vor der katholischen Kirche und ihren Würdenträgern nicht Halt. Echter Angriff auf die Lachmuskeln.

Düren. Düren. Willibert Pauels ist Kult – nicht nur, wenn er als „Ne Bergische Jung" zur Zeit des Karnevals in den Sitzungssälen des Rheinlands ein ums andere Mal bejubelt wird. Auch außerhalb der närrischen Zeit besitzt der Diakon und Büttenredner aus Wipperfürth im Oberbergischen Kult-Status. Dann ist, wie jetzt im Haus der Stadt zu Düren geschehen, schon eine Dreiviertelstunde vor Beginn des Gastspiels im großen Saal jeder Sitz besetzt.

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Charmanter Plauderton mit tieferem Sinn

Charmanter Plauderer: Kabarettist Hagen Rether fesselte seine Zuhörer in Düren mehr als drei Stunden lang.Hagen Rether unterhält sein Publikum im Haus der gleich dreieinhalb Stunden lang mit seinem Programm „Liebe“

Düren. Erst nach anderthalb Stunden greift Hagen Rether erstmals in die Tasten des Klaviers – und nach wenigen Akkorden wird die Welt im Haus der Stadt zu Düren ganz anders. Binnen weniger Takte hat der Kabarettist aus Essen das Publikum in dem bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal verzaubert – mit seiner Version eines Liebesgedichts von Shakespeare, dem berühmten Sonett „Shall I compare thee to a summer's day“. Es hat also etwas auf sich mit dem Titel seines aktuellen Programms, das da „Liebe“ heißt. Doch bis Rether, 1969 als Kind von Eltern aus Siebenbürgen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geboren und in Freiburg/Breisgau aufgewachsen, in die Tasten greift und mit voller Stimme singt, vergeht einige Zeit. Und während das so ist, ist – alles anders.

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Ein sehr köstliches Herumgezicke

Verschworene Truppe: Claudia Gorzalka, Elsie Nabu und Elke Schlimbach (von links) in der Springmaus-Musical-Comedy „Die Weiber reloaded" auf der Bühne in Düren. Foto: Hahn„Die Weiber reloaded" unterhalten mit fetziger Musik und witzigen Dialogen

Düren. Düren. Was kommt heraus, wenn ein Vollprofi mit Vollprofis Theater macht? Unter anderem ein Stück wie „Die Weiber reloaded", ein Spektakel mit viel fetziger Musik und witzigen Dialogen rund um vier Frauen um die 50. Auf die Bühne im Haus der Stadt zu Düren haben es Regisseur und Autor Bill Mockridge sowie die Damen der Bonner Springmaus-Musical-Comedy-Truppe gebracht.

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Ein kulinarischer Volksschauspieler

Kann denn Butter Sünde sein? „Nein", sagt Horst Lichter, der in der Arena Kreis Düren 1000 Besucher begeisterte. Foto: HahnHorst Lichter unterhält 1000 Besucher in der Kreisarena mit rheinischer Herzhaftigkeit. Von guter Ware und Götterspeisen.

Düren. Er ist ein Showman – aber nicht nur. Er ist ein Gourmetkoch – aber nicht nur: Horst Lichter kann kein Mensch der Welt hundertprozentig ausrechnen. Vor allem aber gehört der Küchenkünstler aus dem Erftkreis zu den Vertretern ihrer Region, die das rheinische Lebensgefühl merklich und medienwirksam nach außen tragen. Proben und Pröbchen davon gab er beim Gastspiel mit seinem aktuellen Programm Kann denn Butter Sünde sein?" in der Arena Kreis Düren zum Besten. Dank der rund 1000 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer wurde der Auftritt zum Heimspiel. Das war er natürlich sowieso, denn von Rommerskirchen-Butzheim, wo der Star des Abends wohnt, nach Düren ist es nicht gerade weit.

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