Wie stets rundet eine bebilderte Chronik das Werk ab. Dabei blitzen die wichtigsten Geschehnisse des Jahres 2009 aus Sicht des Kreises und seiner Kommunen noch einmal auf. So ergibt sich für die Sammler der Jahrbücher eine schöne lokalgeschichtliche Dokumentation. „Das Jahrbuch bietet einmal mehr viel Inhalt für kleines Geld - das ist ein schönes Geschenk", stellte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Buchvorstellung fest.
Schwerpunktgemeinde ist diesmal Niederzier. In einem runden Dutzend Beiträgen stellt die Redaktion um Ludger Dowe die Tagebaukommune vor. Dabei nehmen die Autoren ihre Leser gerne mit auf Reisen in die Vergangenheit. „Haus Horn zeigt, wie unsere Vorfahren lebten" heißt es da oder St. Cäcilia Niederzier und St. Antonius Hambach, aber auch der Geschichts- und Heimatverein Niederzier stellt sich vor. Nicht fehlen darf natürlich der „Tagebau Hambach – ein Feld voller Energie". Bürgermeister Hermann Heuser stellt den Lesern Niederzier – kurz Zier – als Ort mit offenen, humorvollen Menschen ohne Berührungsängste vor, in dem sich das Wohnen lohnt. Dieses Motto gilt auch für die Wohnanlage Sophienhof, in der sich heute fast 150 Mitarbeiter um 300 Senioren kümmern, die ambulant oder stationär umsorgt werden. Ein Hauch französischer Lebensart weht durch den Beitrag „Die SG La Boule d'Or", in dem der Krauthausener Club vorgestellt wird, der mit Metallkugeln auf das Schweinchen zielt.
Die weitere Themenpalette ist bunt wie stets. „Wir leiden nicht unter Materialmangel", berichtete Ludger Dowe. 400 Jahre Evangelische Gemeinde zu Düren, das Ende der Zeche Emil Mayrisch, das alte Wasserwerk an der Bürgermeisterei Schmidt-Vossenack, der Steinkauz im Kreis Düren, der Dreißigjährige Krieg an Rur und Inde sowie das römische Straßenbauprojekt „Via Belgica" sind weitere Inhalte. Gedrucktes Fastfood wird nicht serviert, freut sich Verleger und Autor Bernd Hahne, dass Themen nicht nur angestoßen, sondern gründlich behandelt werden können. Ganz so, wie sie im Langzeitgedächtnis haften bleiben sollen. Mit Nörvenich schließt sich übrigens im kommenden Jahr der kommunale Reigen.
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