Die Evangeliums-Christengemeinde beherbergt die Bibel-Wanderausstellung des Wissenschaftlers Alexander Schick
Birkesdorf. Wem die Bibel noch immer ein Buch mit sieben Siegeln ist, dem kann ein Besuch bei der Evangeliums-Christengemeinde am Weidenpesch 78 in Birkesdorf nützen. Bis zum 13. Februar präsentiert diese derzeit 270 getaufte Mitglieder zählende Freikirche dort eine von dem Wissenschaftler Alexander Schick (Westerland/Sylt) zusammengestellte Wanderausstellung, die mit zahlreichen Nachbildungen, Schautafeln und Modellen im Betrachter ein gläubiges Verständnis der Heiligen Schrift wecken will.
Dokumente
Schicks Präsentation, die der Dürener Koordinator Victor Zander im Einvernehmen mit Pastor Paul Kronhardt und dem Ältesten Heinrich Löwen in die Kreisstadt geholt hat, sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Verkündigung gesehen werden, wiewohl dieser nachgerade missionarische Zug zweifelsohne spürbar ist. Denn mit Fragment wie der Tel-Dan-Stele und Fragmenten der Schriften-Funde von Qumran will Ausstellungsmacher Schick, selbst gläubiger Christ, nachweisen, dass die Erzählungen der Bibel nicht bloß Geschichten, sondern Dokumente einer historisch nachweisbaren Wahrheit sind.
Doch es wird auch ein Engagement sichtbar, dass nicht nur die Heilige Schrift bezeugen will. Denn der Blickfang im Untergeschoss des schlichten Gemeindehauses ist ein Modell der Stiftshütte, des mobilen Heiligtums mit der Bundesladen, das die Juden lange vor der Erbauung des Tempels von Jerusalem auf ihrem Zug von Ägypten ins Gelobte Land mit sich führen. Denn Alexander Schick will eigenem Bekunden nach nicht nur die christliche Botschaft belegen. Er weiß um dessen Wurzeln bei den alten Israeliten weiß. Das will er durch Informationen in seiner Schau deren Betrachtern vermitteln – und so den noch immer grassierenden Antisemitismus bekämpfen.
Dass die Ausstellung in Birkesdorf zentrale Punkte der abendländisch-christlichen Kultur ins Blickfeld rückte, machte Staatssekretär Thomas Rachel in seiner Eröffnungsansprache deutlich. „Die Bibel berührt wesentliche Fragen unseres Menschseins wie: Wie sollen wir leben? Was bleibt von uns am Ende?" Beim Studium seien Religion und Wissenschaft ebenbürtig, denn: „Wo kein rechtes Wissen ist, da fehlt bald auch der rechte Glaube." Bürgermeister Paul Larue dankte den Ausrichtern dafür, dass sie „den Menschen dieser Stadt die Bibel zugänglich machen". Vor allem steht für den Rathaus-Chef eines fest: „Die Bibel ist wirklich das Buch der Bücher."
Mehr im Internet: www.bibelausstellung.de
Weitere Informationen
Die Bibelausstellung im Haus der Evangeliums-Christengemeinde, Düren-Birkesdorf, Weidenpesch 78, ist bis zum 13. Februar dienstags bis donnerstags von 18 bis 20 sowie freitags und sonntags von 16 bis 19 Uhr zu sehen. Auskünfte, auch über weitere Führungen und Vorträge erteilt Koordinator Victor Zander unter der der Rufnummer (02421) 396961.



