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Back Dürener Kultur Ausstellungen in Düren „Hängen Stehen Liegen" in Nideggen

„Hängen Stehen Liegen" in Nideggen

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Die Gastgeberin und ihre Skulptur: Elke Maul-Undorf, Ulrike Dick-Möller, Bouchtar Quali und Ruth Gies (von rechts) bilden die „Künstlergruppe Neydeck“ und freuen sich über ihre gemeinsame Ausstellung im Nideggener „Privatatelier EMU“. Foto: HahnGruppenausstellung im Privatatelier EMU

Nideggen. Weinrote Schilder lenken an der Straße im Nideggener Neubaugebiet die Blicke zum Haus mit der Adresse „Auf der Erdmaar 6". Wer genau hinschaut, sieht, dass Malerei den Türstock umspielt. Denn hier – frei nach dem Komponisten Richard Wagner – gilt's der Kunst. In diesem eher unspektakulären Wohnhaus hat die Künstlerin Elke Maul-Undorf das nach ihren Initialen sogenannte Privatatelier EMU eingerichtet. Zusammen mit ihren in der „Künstlergruppe Neydeck" (Nideggens alter Ortsname) zusammengeschlossenen Kollegen Ruth Gies, Ulrike Dick-Möller und Bouchta Quali lädt die Herrin des Hauses nun bis zum 30. Oktober zu einer Gruppenausstellung ein. Ihr Titel: „Hängen Stehen Liegen".

Dabei geht es um die Präsentationsform der Werke, deren Ausdrucksformen wirken indes noch vielfältiger als es der Titel erahnen lässt. Bouchta Quali aus Boich, der einzige Mann des Quartetts, zeigt figürliche Holzskulpturen wie zum Beispiel eine Schildkröte, die der Besucher im Garten antrifft. Elke Maul-Undorf verbindet in ihre Skulpturen Elemente von Malerei und Bildhauerei. Ihre Wesen sind einerseits farbig, sprengen aber jede Eindimensionalität und wirken in den Raum hinein – als ob sie mit ihrem Gegenüber in einen Dialog treten wollen würden. Ruth Gies' Stein-Gesichter (von ihr sind, wie von Elke Maul-Undorf, Gemälde wie Plastiken zu sehen) sorgen für zarte poetische Akzente – eine Kunst, die sich erst im Hingucken öffnet.

Ulrike Dick-Möller wiederum arbeitet vordringlich malerisch. Eines ihrer Bilder trägt einen recht programmatisch wirkenden Titel: „Ich will leben". Dieser Lebenswille trägt ihre Kunst und verleiht den Wesen auf der Bildfläche mal eine gewisse Zartheit, dann aber auch wieder eine fast unbändige Ausdrucksfreude. Das ist das, was die vier „Neydecker" verbindet: Alle sind anders. Und genau das ist auch der gemeinsame Nenner, der sich auch ohne Weiteres von ihrem Gemeinschaftswerk im Eingangsbereich ablesen lässt.

Die Ausstellung im Privatatelier EMU, Nideggen, Auf der Erdmaar 6 (Nähe Abender Straße), ist bis zum 30. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten sind mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 12 bis 19 Uhr.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 06:33 Uhr