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Back Dürener Kultur Ausstellungen in Düren Eine Lehrschau, die Spaß macht

Eine Lehrschau, die Spaß macht

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Gruppenbild mit Keramik-Kunst: Architektin Gudrun Wittig, Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß sowie die Museumspädagoginnen Sibylle Stollwerk, Maria König und Lydia Reinartz (von links) mit der fröhlichen Figurengruppe von Beate Thiesmayer. Foto: HahnDie Ausstellung „Aus der Grube in den Ofen" ist ab morgen im Langerweher Töpfereimuseum zu sehen. Kontrast von Gebrauchsware und Kunst.

Langerwehe. Dr. Kirsten Ulrike Maaß platzt fast vor Stolz: Im Mainzer Landtag, in der rheinland-pfälzischen Vertretung in Berlin und anderen Orten – überall war die neue Ausstellung schon zu sehen. Jetzt macht die Präsentation „Aus der Grube in den Ofen" rund um das Thema „Ton" im Töpfereimuseum am Pastoratsweg in Langerwehe Station – und zwar ab dem morgigen Sonntag bis zum 13. November. Die Hausherrin und Museumsleiterin freut sich: „Diese Ausstellung passt zur Töpfer-Tradition in Lagerwehe."

Ungewöhnlich an der Schau ist viel: Zum Beispiel ist sie eigens von der Architektin Gudrun Wittig aus dem Langerweher Ortsteil Merberich so arrangiert worden, dass sie in den modernen Räumen auch optimal wirkt. Denn die vom Keramikmuseum im westerwäldischen Städtchen Höhr-Grenzhausen mit Unterstützung von mehreren Sponsoren aus der dort ansässigen, Ton abbauenden Industrie auf die Reise geschickten Exponate haben den Betrachtern viel zu bieten. Sie bieten – vor allem auf den Schautafeln – reichhaltige Informationen über das, sagt Museumsleiterin Dr. Maaß, „älteste Material der Menschheit", über seine Gewinnung, seine Verarbeitung und das breite Spektrum von Produkten, zu denen es von Fachkräften geformt wird. Gudrun Wittig hat das alles geschickt in Szene gesetzt, so, dass der Aspekt der Lehrschau kaum noch spürbar wird, es dafür aber zu manchen Erlebnissen kommt.

Das liegt nicht nur an den vielen Ausstellungsstücken, die den Ton in seinen Formen vom Zehn-Kilo-Beutel für den Töpfer bis hin zum Bohrkern oder dem Granulat für Weiterverarbeiter zeigen. Es liegt nicht nur an der Begegnung von traditioneller Langerweher mit Westerwälder Töpferware. Aber es liegt ganz bestimmt an dem frappierenden Kontrast von Gebrauchsware und Kunst. Da liegt zum Beispiel zwischen verschiedenen Objekten ein Brocken, der eine besonders derb geratene, reichlich abstrakte Skulptur mit aufgeplatzter Oberfläche sein könnte. Ist der Brocken aber nicht: Es ist ein Fehlbrand aus dem Ofen des ortsansässigen Töpfermeisters Matthias Kurtz.

Spaß macht das „Gastspiel" im Museum aber auch, weil es nicht nur ernst ist – wobei es schon Freude macht, das weiße Service von Claudia Henkel, ein handgefertigtes Unikat, anzuschauen. Aber fast nichts vermag die bemalte, lebensgroße Dreiergruppe von Beate Thiesmayer zu toppen: Sohnemann mit T-Shirt und umgedrehter Baseball-Kappe, Mutti im Ausgehkleid und der kleine Hund – eine Idylle zum Liebhaben.

Besten Anklang scheint auch das museumspädagogische Programm von Sibylle Stollwerk, Lydia Reinartz und Maria König, das Suchspiel „Findefüchse" im Museum inbegriffen, zu finden: Die Anmeldezahlen gehen schon jetzt, vor der Eröffnung, satt ins Dreistellige.

Bis zum 13. November in Langerwehe

Die Ausstellung „Aus der Grube in den Ofen" ist vom 25. September bis zum 13. November im Töpfereimuseum, Langerwehe, Pastoratsweg 1, zu sehen. Eine offizielle Eröffnung gibt es nicht.

Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Informationen über das museumspädagogische Begleitprogramm gibt es unter 02423/4446.