Der neue Kulturkalender für die Stadt Düren ist erschienen. Modernes Tanztheater ein Schwerpunkt.Düren. Stars, Stücke, bei denen Regisseure und Darsteller etwas wagen, Vertrautes und Unerhörtes – alles, womit Metropolen punkten, gibt es auch im neuen „Kulturkalender für die Stadt Düren“. Das illustrierte, 50 Seiten starke Heft ist ab sofort unter anderem im Haus der Stadt und im Bürgerbüro am Markt erhältlich.
Das „Spielzeit“-Heft, unter Federführung von Monika Rothmaier-Szudy (Haus der Stadt) und Johannes Esser (Musik- und Veranstaltungsmanagement Düren, MVM) durch Jasmin Mazurkowski (Agentur Schloemer & Partner) zusammengestellt und gestaltet, breitet den Reichtum und die Fülle des kulturellen Reichtums in und um die Kreisstadt aus. Doch es könnte ruhig noch etwas mehr sein, zumal, wenn es nach Bürgermeister Paul Larue geht: „Einzelne Kirchengemeinden und die Industriekonzerte fehlen immer noch“, beklagt der Rathaus-Chef, der ansonsten die Vielfalt im Angebot für die Spielzeit 2009/10 lobt.
Das breite Spektrum, zu dem Angebote für Kenner ebenso gehören wie solche für Neueinsteiger, hebt auch Monika Rothmaier-Szudy hervor. Derzeit rund 1200 Abonnenten, dazu eine wachsende Anzahl an Kartenkäufern, die sich entweder erst an der Abendkasse entscheiden oder per Internet buchen, bilden ein solides Fundament für die Arbeit der Kulturmanagerin. Bewährtes findet sich, so zum Beispiel das Gastspiel der Oper Iasi aus Rumänien (mit Verdis „Troubadour“, Dienstag, 27. Oktober) und Star-Gastspiele wie die Komödie „Norman, bist du es?“ mit Kalle Pohl (Dienstag, 29. September) das Drama „Martha Jellneck“ mit der großen Schauspielerin Ellen Schwiers in der Titelrolle (Mittwoch, 2. Dezember). Dazu kommt Unkonventionelles wie die Uraufführung (Mittwoch, 16. Dezember) der „Mozart-Kugeln“ mit Lisa Fitz und dem Rudolf-Schock-Schüler Volker Bengl. Stücke für Kinder und Jugendliche und andere Schmankerln runden die Bandbreite weiter ab.
Nicht minder profiliert wirkt das Paket, das Johannes Esser als Gestalter des Musiklebens geschnürt hat. Herzstück ist das von ihm maßgeblich verantwortete Cappella-Villa-Duria-Konzertforum, das nicht im Stadtzentrum stehen bleibt, sondern auch Spielstätten im Umland erreicht. So erklingen die ersten drei Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium am 18. Dezember in der Lendersdorfer Kirche St. Michael. Eines von vier Konzerten, die den Komponisten, die 2009 ein Geburts- oder Todesjubiläum haben (Joseph Haydn, Mendelssohn, Händel, Spohr), gewidmet sind, findet am 4. Oktober in der Pfarrkirche St. Urban zu Winden statt. Dort wird eines der wichtigsten Werke der barocken Musikliteratur aufgeführt: Händels Oratorium „The Messiah“. Der klingenden Juwelen sind noch mehr, nicht zuletzt bei den Burgauer Schlosskonzerten.
Über eines ist Johannes Esser dabei besonders froh: Dass die Vernetzung mit den Kollegen wie dem katholischen Kantor Hans-Josef Loevenich und seinem evangelischen Kollegen Stefan Iseke so gut klappt. Bürgermeister Larue freut sich derweil schon auf 2010 – weil dann endlich die neue Orgel von St. Anna erklingen soll.
geschrieben von Christoph Hahn
Mehr dazu im Internet: www.mvm.dueren.de



